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Vie Applaus für die Ensembles Musikschule Ratingen

Konzert in Ratingen unter besonderen Vorzeichen : Musikschüler begeistern in der Stadthalle

Die pandemiebedingten Vorgaben hatten Auswirkungen auf die Auswahl der Stücke und die Proben. So wurden Orchester in je zwei Gruppen geteilt. Die Botschaft der Veranstaltung lautete: Wir sind noch da!

(RP) Kurz vor dem Ende des gut 90-minütigen „Großen Musikschulkonzerts“ fasste Musikschulleiter Paul Sevenich die Botschaft der Veranstaltung in der Ratinger Stadthalle mit den Worten zusammen: „Wir sind noch da!“. Und man möchte ergänzen: „…und wie!“

Die Darbietungen der Ratinger Musikschüler erstaunten die zahlreichen Zuhörer, und herzlicher, lang anhaltender Applaus belohnte die Ensembles und ihre engagierten Leitungen. Dabei setzten sich die Auflagen der unterschiedlichen Coronaschutzverordnungen, die über lange Strecken das gemeinsame Musizieren ganz unterbunden hatten, in die Stückauswahl und Besetzung fort.

Jugendsinfonie- und Jugendblasorchester hatten sich in je zwei Gruppen geteilt. Die Blechbläser des Jugendblasorchesters (JBO) eröffneten festlich mit „Hymn, Blues and Rythm“, während Orchesterleiter Sevenich mit den Holzbläsern desselben Ensembles getrennt am schwungvollen Schlussstück des Programms „Disco Lives“ gearbeitet hatte. Annemarie Leschinski, Edwin Pröm und Ralf Meiers mussten die JSO-Proben, wenn diese überhaupt möglich waren, ebenfalls verkleinern. So präsentierten sich die Streicher mit der stimmungsvollen Titelmelodie zur Fantasy-Serie „Game of Thrones“ und dem anspruchsvollen 1. Satz aus Karl Jenkins‘ „Palladio“.

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Die Bläser hatten als zehnköpfiges Ensemble die Bearbeitung der Orgel-Fantasie f-moll von W.A. Mozart vorbereitet. Wer im Vortrag mit coronabedingten Konzessionen gerechnet hatte, wartete vergeblich. Die Leistungen klangen souverän, rhythmisch präzise und musikalisch fein gestaltet.

Vier Schlagzeuger bilden die Formation „SchlagFertig!“, und hier wurde der Name zum Programm. Ihre Musik verlangt auf einer Vielzahl von Instrumenten (Marimba- und Vibraphon – mit Schlägeln und Bogen gespielt, Congas, Bongos, diversen Gongs und weiteren Percussion-Instrumenten) neben Rhythmusgefühl vor allem Musikalität und gemeinsamen Gestaltungswillen. Die Darbietungen zogen das Publikum optisch wie akustisch in ihren Bann.

Da konnte die neu formierte Musikschulband „NuCombo“ natürlich nicht zurückstehen. Die Instrumental-Versionen von „Sweet Child of Mine“ (Guns and Roses) und „Beat It” (Michael Jackson) gelangen stilsicher und souverän. „Herausragend“ die schwierigen E-Gitarren-Soli!

Bereits die groß besetzte, im gesamten Rund der Stadthalle dargebotene Begrüßungsmelodie der „Muppet-Show“ hatte angekündigt, dass die Musikschule ihren Blick lieber positiv nach vorne richtet, als in einen schwermütigen „Corona-Blues“ einzustimmen. Das ist zweifellos geglückt.