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VHS Heiligenhaus kommt flexibel durch die Pandemie

Online-Angebote : VHS: Flexibel durch die Pandemie

Die Pandemie ist für das Team der VHS Velbert/Heiligenhaus ein echter Kraftakt. Verwaltungsaufwand, Digitalisierungsfragen und Kursbegleitungen beschäftigen das Team.

„Zukunftsplanung unter neuen Bedingungen, Kurs-Begleitung und ein ständiges Umorganisieren“, das sei gerade, so der Chef der VHS-Verwaltung, Marcus Nüse, der Alltag bei der VHS Velbert/Heiligenhaus.

Ein Alltag, der seit dem 16. Dezember ohne den Präsenzbetrieb auskommen muss. Die Mitarbeiter sind im Homeoffice und Kurse werden, wenn möglich, als Onlinekurs angeboten. „Wir hatten tatsächlich einen Corona-Fall im Haus, konnten aber den Betrieb durch unsere Maßnahmen aufrecht erhalten“, sagt VHS-Direktor Rüdiger Henseling. Dem Mitarbeiter gehe es nun wieder besser, der Schutz vor dem Virus steht weiter im Fokus.

Trotz der Entwicklungen von Onlineangeboten gibt es einen extremen Kurseinbruch zu vermelden, die gute Nachricht allerdings: „Es sieht derzeit danach aus, dass wir das Jahr 2020 mit einer schwarzen Null abschließen können und nicht an unsere Reserven müssen“, sagt Henseling. Das liegt auch an der Flexibilität, die das aktuell zehnköpfige Team in der Hauptverwaltung in den letzten Jahren an den Tag gelegt hat. Weg vom starren VHS-Betrieb, hin zu einem Dienstleistungsbetrieb in der Erwachsenen- und Familienbildung.

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Dafür wird der Online-Betrieb nun weiter ausgebaut. Beispielsweise in der Zusammenarbeit mit der Schlüsselregion, da gibt es in den kommenden Monaten etwa Azubi-Seminare online. „Das Online-Angebot ersetzt natürlich nicht die Menge an Präsenzkursen, aber es wächst.“ Die digitale Ausgestaltung im Alltag sei derzeit für das hauptamtliche Team noch mit einem hohem Aufwand verbunden, die dem Dozententeam und den Kunden beim „homelearning“ zur Seite stehen. Das reiche vom technischen Support, der bei der Hardware los gehe, bis zur Frage, wie man sich vor der Kamera bewegt.

„Wir sind durch das Homeoffice noch besser erreichbar“, sagt Henseling und ist stolz darauf, dass es keinen einzigen Krankentag von Mitarbeitern gab. Einsatz, der sich auszahlt, wenn das Verständnis bei allen ankommt, weiß der VHS-Direktor. „Da entwickelt sich eine Eigendynamik und dann läuft es.“

Marcus Nüse als Chef der Verwaltung hat auch das Amt des Administrators eingenommen, „on top“, wie Henseling das nennt, und ein Amt, das gerade in diesen Zeiten nicht hoch genug einzuschätzen sei. In diesem Bereich habe man sich im Zweckverband Velbert/Heiligenhaus dann auch für eine eigene Online-Lösung entschieden, die die VHS.Cloud des VHS-Verbandes mit dem Anbieter Zoom bündelt.

„Die VHS.Cloud ist top mit dem was sie bietet, beispielsweise Dateiablage, Forum, Videos, Kalenderfunktionen, hat allerdings den Nachteil, dass die Konferenzfunktion bei weitem nicht so gut ist, wie Zoom, der Marktführer aus den USA“, sagt Nüse. „Wir führen damit jetzt quasi das Beste aus beiden Welten zusammen.“

Allerdings muss deutlich in die Technik investiert werden, Webcams, Laptops, Headsets – auch das sei im letzten Jahr gar nicht so leicht zu kaufen gewesen –, auch Endgeräte für die Deutschklassen wurden angeschafft. Auch die digitale Infrastruktur müsse so jetzt angepasst werden, „wir merken, dass es auch mit der Internetverbindung hier etwas knapp wird.“

Nüse: „Wir sind derzeit aber auch sehr, sehr viel mit Umorganisieren beschäftigt, das sieht man von außen gar nicht. Die Corona-Schutzverordnungen werden immer nur für zwei Wochen, wenn wir mal Glück haben, für drei Wochen verlängert. Und so sind wir sehr damit beschäftigt, Kurse  zu verschieben und immer wieder anzupassen. Das hat keinen produktiven Output, ist aber eine Arbeit, die uns enorm bindet.“