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Heiligenhaus: VHS-Chef schreibt Erfolgsgeschichte

Heiligenhaus : VHS-Chef schreibt Erfolgsgeschichte

Die Volkshochschule Velbert/Heiligenhaus geht neue Wege in der Erwachsenenbildung.

Der Motorsägenkurs, der unter anderem mit dem Heiligenhauser Stadtförster Hannes Johannsen veranstaltet wird, gehört schon länger zu den feinen Highlights des Programms der VHS Velbert/Heiligenhaus.

Jetzt wird die Zusammenarbeit intensiviert: "Mit dem Angebot 'Der Natur auf der Spur' geht der Förster im Mai mit Eltern und ihren Kindern ab vier Jahren auf Entdeckungsreise in den Wald", erzählt die stellvertretende VHS-Leiterin Heike Beldig. Ein Beispiel von so einigen, wie die VHS Synergien knüpft. Wie etwa auch mit der Heiligenhauser Square-Dance-Truppe. Ganz frisch ist auch die Zusammenarbeit mit der Schlüsselregion, dem Verein von im Umkreis ansässiger Firmen. "Die Gesundheitskurse, die wir in dieser Kooperation anbieten, kommen gut an. Seit drei Tagen kann man sich anmelden, und 200 haben das schon getan", sagt VHS-Chef Rüdiger Henseling. Ähnlich gut funktioniere es auch mit der Velberter Feuerwehr. "Natürlich haben wir auch die klassischen Angebote, wie die Sprachen zum Beispiel, aber darüber hinaus sind wir ganz bewusst auf der Suche nach Themen, die unsere Kunden interessieren könnten."

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Viele Volkshochschulen beklagten sich über den Ruf, nicht mehr zeitgemäß zu sein, dafür müsse man aber eben auch zeitgemäß sein und die Zeichen der Zeit sehen, findet Henseling und schreitet mit seinem Team tatkräftig voran. Der ausgeglichene VHS-Haushalt erfreut nicht nur den Verbandsvorsteher und Heiligenhauser Kämmerer Michael Beck. "Der kleinste Teil der Gelder kommt noch vom Zweckverband. Das ist in der VHS-Landschaft nicht selbstverständlich", findet er. Das zeigt etwa die Nachfrage anderer Institute: "Andere Volkshochschulen kommen auf uns zu und fragen, was wir richtig machen." Für dieses Rezept gebe es an der Nedderstraße gleich mehrere Zutaten: Das Verwaltungspersonal sollte vielseitig seine eigene Konzepte erarbeiten können. Dazu komme ein strenges Qualitätsmanagement und dass man Angebote entschlacke. "Um zukunftsfähig zu sein, müssen wir auf breiteren Beinen stehen. Da muss man auch mal alte Zöpfe abschneiden und neue Wege gehen." Sozialarbeiterin und Coach Susanne Wege verstärkt das VHS-Team. "Sie ist für die sozialpädagogische Begleitung von Teilnehmenden und Dozenten-Mannschaft zuständig, und das ist eine sehr gute Idee; zwar ein Luxus, den wir uns aber leisten können", so Henseling.

Veränderungen stehen auch in der Verwaltung an: Zum Monatsanfang hat sich die Fachfrau für Sprachen, Béatrice Delassalle-Wischert, nach neun Jahren aus Velbert nach Oberndorf am Neckar verabschiedet, dort leitet sie nun die VHS. Bis zur Neubesetzung der Stelle leitet Beate Buchborn das Ressort, das nun ebenfalls einer Neustrukturierung unterzogen werden soll. Neu im Portfolio sind schon jetzt Deutschkurse, die zum Erwerb des B2-Zertifikats führen. Auch die Zahl der Integrationskurse ist hoch, sie wird absehbar von 17 auf 21 Kurse steigen. "Die Belegung dieser Kurse ist aber nichts, auf dem wir uns ausruhen können. Wenn die Zahl weniger wird, müssen wir uns trotzdem weiter finanzieren können. Sorgen machen wir uns diesbezüglich aber nicht."

(sade)