Velbert-Tönisheide: Karnevalszug fällt aus

Zu hohe Sicherheitsauflagen : Karnevalszug in Velbert-Tönisheide fällt aus

Der Karnevalszug in Velbert-Tönisheide fällt aus. Die Karnevalsgesellschaft konnte die erhöhten Sicherheitsauflagen nicht erfüllen.

Die verschärften Sicherheitsauflagen nach den Terroranschlägen von Berlin und Nizza machen vor allem kleinen Karnevalsvereinen zu schaffen. Der traditionelle Karnevalszug in Velbert-Tönisheide fällt in diesem Jahr sogar aus. Es hätten sich nicht genügend ehrenamtliche Helfer gefunden, die bereit gewesen wären, sich an den Absperrungen zu postieren, sagte der Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Zylinderköpp, Carl-Frank Fügler, am Mittwoch. Ein Grund sei, dass sie dort auf eigenes Risiko stehen müssten, denn im Terrorfall greife keine Versicherung.

Im Stadtteil Tönisheide war zwar die Stadt Velbert bereit, für die geforderten Fahrzeugsperren Müllwagen bereitzustellen. Zusätzliche Absperrbaken sowie die Aufpasser an den Sperren hätte der Verein aber selbst organisieren müssen. "Wir bedauern die Absage sehr", sagte ein Sprecher der Stadt.

In Velbert-Langenberg wäre der Karnevalszug ebenfalls beinahe ausgefallen. Dann war jedoch die Werbevereinigung in die Bresche gesprungen und hatte die Organisation vom dortigen Karnevalsverein übernommen.

Auch in Hilden stand der traditionelle Rosenmontagszug kurzzeitig auf der Kippe, weil zusätzliches Personal und Sperren nach Angaben des Carnevals Comitee Hilden mehrere tausend Euro kosten sollten. Zum Glück habe sich aber ein Sponsor gefunden. Der Festausschuss Leverkusener Karneval rechnet mit bis zu 5000 Euro Mehrkosten, die nun größtenteils von Sponsoren übernommen würden.

(cebu)
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