Velbert: „50 Jahre Nevigeser Wallfahrtsdom“

Kirche im Gespräch: Das „Zelt Gottes auf Erden“ steht in Velbert

Kreisdechant Daniel Schilling beim Jahresempfang des Katholikenrates in Velbert.

(RP) „50 Jahre Nevigeser Wallfahrtsdom“ - anlässlich dieses Jubiläums hatte der Katholikenrat im Kreisdekanat Mettmann Vertreterinnen und Vertreter aus den Kirchengemeinden sowie politische Repräsentanten des Kreises und der Kommunen zum Jahresempfang nach Neviges in das katholische Pfarrzentrum „Die Glocke“ eingeladen.

Schon in seiner Begrüßung ging Raimund Lukannek, Vorsitzender des Katholikenrates und selbst Nevigeser, auf die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils für den Kirchenbau der neuen Wallfahrtskirche in Neviges ein: „Es wurden mit dem Beginn des Konzils und dann noch während des Konzils die Planungen einer neuen Wallfahrtskirche, die alle guten Ideen des Konzils in eine architektonische Form gießen wollte, sehr konkret: Das Zelt Gottes auf Erden, der Wallfahrtsdom als Begegnungsstätte von Gott und Mensch.“

Diesen Gedanken griff Kreisdechant Daniel Schilling in seinem Grußwort auf. „Die besondere Atmosphäre, die ich persönlich im Mariendom immer wieder immer neu erleben durfte, diese Atmosphäre der geheimnisvollen, geerdeten und liebenden Gegenwart Gottes unter uns Menschen zu ermöglichen, sehe ich gerade in heutiger Zeit als notwendige Aufgabe für die Kirche in der Welt, so Schilling.“

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Den Gastvortrag hielt Peter Böhm, Sohn des Architekten der Wallfahrtskirche Prof. Gottfried Böhm. So ging Böhm im ersten Teil seines Vortrages dann auch auf die teils biographisch geprägte Entstehungsge-schichte des neuen Wallfahrtsdomes ein. Bereits sein Großvater, und dann natürlich sein Vater haben sich bei den Entwürfen und Ideen für den zeitgenössischen Kirchenbau durch die Wahl der Form und des Materials mit Fragen des Zusammenspiels und des Ausdrucks von Sakralem und den Zeichen der Zeit auseinandergesetzt. Eine Grundidee hat der Baumeister dabei verwirklicht: „Das Zelt Gottes als ein Dach über die Herausforderungen, den Konflikten der Welt bis auf die Erde spannen.“ Genau um dieses Dach aus Beton, das nach 50 Jahre stark sanierungsbedürftig ist, ging es in der Nachfragerunde mit dem Publikum. Böhm antwortete hierbei mit Details über neue Betonarten, die Forscher herausgefunden haben, um den Neviges Dom auch noch für die nächsten 50 Jahre „wetterfest“ zu machen.

Abschließend bedankte sich Lukannek bei Prof. Böhm für den Vortrag, beim jungen Chor „Stimmband“ aus Wülfrath für die musikalische Rahmung, bei allen haupt- und ehremamtlich Engagierten in den Kirchengemeinden und Verbänden sowie beim im März 2018 neu gewählten Vorstand des Kreiskatholikenrates, dem folgende Personen angehören: Kreisdechant Daniel Schilling, Susanne Grünkewitz, Elisabeth Glauner, Barbara Thomas, Willy Baumermann, Rainald Müller, Herbert Leineweber, Ralf Gassen und Martin Sträßer.

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