TuS Lintorf startet in die Herzwochen

Ratingen : Trainieren – mit Herz und Verstand

Mit einem wichtigen Fachvortrag startete im Lintorfer TuSfit die Herzwoche. Es gab jede Menge Tipps.

Um das Herz, einen der wichtigsten Muskeln unseres Körpers, der alle Organe mit lebensnotwendigem Sauerstoff versorgt, in Gang zu halten und zu stärken sowie die vielen Zivilisationskrankheiten durch ein gesundes Maß an Bewegung in den Griff zu bekommen, zieht es viele in die Fitnessstudios zum Trainieren. Doch wie muss dieses Training aussehen? Was heißt „ein gesundes Maß“?

„Viel Training heißt nicht unbedingt, hilft viel‘“, sagte Alexander Kraus, Vorstandsmitglied des TuS 08 Lintorf e.V. und Leiter des TuSfit, Zentrum für Gesundheit, Fitness und Sport. Aus diesem Grund hat der Sportverein seine Mitglieder, aber auch interessierte Gäste zu einem Fachvortrag „Training mit Herz & Verstand“ in die neuen zusätzlichen Räumlichkeiten des Vereins am Breitscheider Weg 117 eingeladen.

Das sind Räumlichkeiten, die speziell für Reha-, Präventions- und Selbstverteidigungskurse in den Abendstunden angemietet wurden, weil an der Brandsheide mittlerweile die Kapazitätsgrenzen erreicht wurden.

Rund 50 Teilnehmer folgten den Ausführungen des Referenten Michael Banderenko. Der diplomierte Sportwissenschaftler betreut Fitnesseinrichtungen in ganz NRW. Eine Umfrage bei den Anwesenden zu Beginn des Vortrages zeigte, dass die Motivation, ein Fitnessstudio aufzusuchen, durchaus unterschiedlich sein kann. Genau so verschieden  sind aber auch die Möglichkeiten und die Wirkungen des Trainings. „Sport ist nicht gesund, sondern nur so gesund, wie man ihn betreibt“, erklärte Banderenko. Training sei ein planmäßiger und regelmäßiger Prozess, mit anschließender Kontrolle und Bewertung der Intensität und Wirkung.

Denn gerade dem Training von Herz und Kreislauf ist besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Zum einen sei es wichtig, regelmäßig zu trainieren, denn sonst verpuffe der Effekt, mindestens zwei- bis dreimal pro Woche sollte es schon sein, damit der Körper sich selber stärkt, um nicht müde zu werden. Allerdings sei zu viel Training aber auch kontraproduktiv. „Ziel soll es sein, den Körper in ein Gleichgewicht zwischen Belastung und Erholung zu bringen. Setzt man zu früh wieder mit dem Training ein oder zu intensiv, fühlt man sich eher schlapp und müde, der Körper braucht aber Ruhepausen, um wieder aufzutanken“, so der Fachmann.

Auch die Trainingsintensität sei wichtig. Banderenko ging auf die drei wichtigsten Intensitätsstufen ein: die leichte (blaue) Stufe zur Optimierung des Stoffwechsels, um die Energiebereitstellung zu verbessern, die mittlere (grüne) Stufe zur Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems und die intensive (orange) Stufe, die dazu verhilft, Lungenvolumen aufzubauen. Eine ausgewogene Mischung aus allen dreien ist für einen optimalen Trainingserfolg entscheidend, damit ein einseitiges Training verhindert wird. Pulsuhren oder Brustgurte helfen hierbei festzustellen, in welchem Bereich man gerade trainiert.

Um Fehleinschätzungen des eigenen Leistungsvermögens oder gar Verletzungen durch falsche Übungen zu vermeiden, ist es wichtig, die Hilfe eines Fachmanns in Anspruch zu nehmen. Er hilft, die richtigen Trainingseinheiten und -intensitäten herauszuarbeiten, damit der gewünschte Erfolgt auch wirklich eintritt. Denn geschieht das nicht, verliert man leicht die Motivation, weiter zu machen und bricht das Training ab, was dem eigenen Wohlbefinden nicht zu Gute kommt.

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