Tragödchen-Band zieht vor der Sommerpause alle Register

Ratingen : Tragödchen-Band zieht vor der Sommerpause alle Register

Nicht nur das Ensemble macht mit, erstmals tritt auch der Caritas-Flüchtlings-Chor öffentlich auf.

(RP) Zum Saisonabschluss des 11. Tragödchenjahrs zieht die Tragödchenband noch einmal alle Register. Am Donnerstag, 27. Juni, stehen ab 20 Uhr alle Sommerhits der Band auf dem Programm.

Der Striptease des Tragödchen-Direktors Bernhard Schultz zu Joe Cockers „You can leave your hat on“ ist Legende und Zumutung zugleich.  Die Übertragung der Weltmeisterschaften im Kunstvögeln aus dem Bumsodrom in Poppenbüttel, dargeboten von Theaterdirektorin Susanne Cano, ist genauso umstritten wie schön anzuhören und natürlich noch schöner anzusehen.

Das Schlagzeugsolo des Drum Directors Jody Martin (First Trump Flüchtling from USA) zu Herbert Grönemeyers Sekundenglück klingelt allen, die es schon miterleben durften, noch heute in  den Ohren. Bass-Direktor Olaf Buttler überrascht mit dem Solo „Bassisten gegen Rassisten“.

Das Gebrüll des Gesangsdirektoren Marcel Planz zu „Highway to hell“ (ACDC) ist ebenfalls in bleibender Erinnerung und wird allerdings durch sein exzellentes Gitarrensolo zu Freddy Mercurys „I want to break free“ mehr als gut gemacht. Auch seine Animationsleistung hinsichtlich des Publikums bei dem Song „Hot Love“ von T.Rex ist tyrannosauriermäßig gut.

La-directrice-de-la-Chanson-Noemi-Schroeders „Herz kann man nicht repariern“ (Udo Lindenberg), trotzdem bedauert sie nichts (Edith Piaf) und schwirrt ab ins Adler-„Hotel California“. Höhepunkt des Sommerschwoofs im Buch-Café Peter & Paula waren, sind und werden immer die Arrangements des Musikdirektors Stephan Wipf sein. Ob bei „I´m sailing“ oder „So schön kann doch kein Mann sein“, das weibliche Publikum im Tragödchen liegt ihm zu Füßen. Schade nur, dass er bei „I can´t get no satisfaction“ von den Rolling Stones zwischen „I can´t get no“ und „Satisfaction“ immer aus dem Takt kommt.

Last, but not least: der erste öffentliche Auftritt des Caritas-Flüchtlings-Chors mit arabischen, französischen und deutschen Volksliedern, erstmals begleitet vom obigen Tragödchen-Direktorium.

Wie immer beginnt das Tragödchen um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7.