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Tragödchen-Aktie geht an den Start

Limitierte Aktion : Tragödchen-Aktie geht an den Start

Mit dem eingenommenen Geld sollen Ensemblemitglieder unterstützt werden, denen in der Corona-Krise die Einnahmen weggebrochen sind. Die Aktieninhaber erhalten Ermäßigung bei Tragödchen-Besuchen.

(RP) Rechtzeitig zum Beginn der Open-Air-Konzert- und Literaturreihen von Stadtmarketing und Kulturamt meldet sich das Tragödchen mit der Herausgabe einer Tragödchen-Aktie.

 Dabei handelt es sich zum Einen  um hochwertige Drucke mit vier unterschiedlichen Ausschnitten aus Bildern des Essener Künstlers Sebastian Walter-Lilienfein. Außerdem darf der Kauf der Aktie als Sponsoring der Kleinkunstbühne „Ratinger Tragödchen“ aufgefasst werden. Die „Aktieninhaber“ erhalten durch den Kauf der Aktie zehn Prozent Ermäßigung auf zukünftige Tragödchenbesuche und tragischerweise eine fortlaufend zu verhandelnde Mitwirkung bei der Programmgestaltung. Gedruckt wird eine auf 1000 Aktien limitierte, signierte Auflage.

Der „Einstiegswert“ der Aktie beträgt 100 Euro. Mit dem eingenommenen Geld sollen einerseits Ensemblemitglieder, denen aufgrund der Coronakrise sämtliche Einnahmen weggebrochen sind, unter die Arme gegriffen werden, zweitens die Einrichtung eines alternativen  Veranstaltungsortes mitfinanziert und damit die Etablierung eines schon lange diskutierten Kulturzentrums angeleiert werden. Denn im Buch-Café wird es aufgrund des Platzes wahrscheinlich auf absehbare Zeit keine Veranstaltungen mit mehr als einem guten Dutzend Besuchern geben können.

Sebastian Walter-Lilienfein studierte ab 1980 Freie Malerei an der HBK Kassel bei Prof. Kurt Haug und Prof. Manfred Bluth, sein Diplom machte er 1986. Er lebt und arbeitet seit 1987 in Essen-Kettwig. 1991 wurde er Mitglied im Künstlersonderbund in Deutschland. Die Originalwerke, die für die Aktien reproduziert wurden, werden seit dem Jahr 2011 dauerhaft im Buch-Café Peter & Paula an der Grütstraße ausgestellt.

Die fototechnische und graphische Gestaltung erfolgte durch den Ratinger Diplom-Fotodesigner Axel Schmidt. Er ist als Dozent für werkgetreue digitale Reproduktion von Kunstwerken an der Fachhochschule Köln tätig. Für den Fotoband „Pilze – eine Galerie“, erschienen im Kosmos Verlag, hat er 2018 den Preis für das schönste Sachbuch Deutschlands von der Stiftung Buchkunst erhalten.

Idee, Texte und Konzept stammen von Tragödchen-Direktor Bernhard Schultz, der sich schon jetzt auf das Comeback seines Ensembles nach der Corona-Pause am 20. August auf der Seebühne der Stadthallenterrasse am Europaring freut.