Musik in Ratingen Ein besonderes Konzert beim Kulturkreis Hösel

Hösel · Es gelang den Musikerinnen dabei insbesondere, den unglaublich vielschichtiger Klang der Kompositionen dem Publikum zugänglich zu machen.

 Das Sua Trio spielte groß auf.

Das Sua Trio spielte groß auf.

Foto: RP/Kulturkreis

(RP) Drei Musikerinnen spielen Stücke von Komponistinnen. Auf der Bühne des Kulturkreises etwas Besonderes. „Sua“ bedeutet „Feuer“ auf Baskisch, ein Name, der eindringlich die Freude und Leidenschaft der mexikanischen Geigerin Mariana Hernandez, der französischen Cellistin Juliette Cürtis und der spanischen Pianistin Itxaso Etxeberria am gemeinsamen Spiel zum Ausdruck bringt.

Mit ebendieser Leidenschaft hat das gleichnamige Sua Trio ein äußerst bemerkenswertes Programm mit Stücken oft noch unbekannter Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts am 17. September im Oktogon des Hauses Oberschlesien dargeboten. Eindrucksvoll in seiner ganzen Komplexität und Emotionalität herausgearbeitet haben dabei die drei Musikerinnen das hoch entwickelte und kunstvoll rhythmische Klaviertrio von Rebecca Clarke, das im Jahr 1921 entstand und ein Meisterstück britischer Kammermusik darstellt.

Auch die weiteren Stücke des Abends, geprägt von besonderer Sinnlichkeit und Ausdruckvielfalt, hat das Trio mit exquisitem harmonischen Verständnis dem Höseler Publikum eindrucksvoll präsentiert. Darunter das vom Impressionismus geprägte Musikstück „Matin“ von Mélanie Bonis und die auf ihrem Totenbett im Jahr 1918 entstandene Komposition „D’un soir triste“ von Lili Boulanger. Es gelang den Musikerinnen dabei insbesondere, den unglaublich vielschichtiger Klang der Kompositionen dem Publikum zugänglich zu machen. Mit dem extra von Nina Deuse für das Trio komponierte Werk „Sua“ gelang den drei Musikerinnen zudem ein faszinierender Einblick in die Welten der Neuen Musik, der von dem Publikum mit einem langanhaltenden Applaus honoriert wurde.

(kle )
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