1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Tönisheider lebt ein Jahr in den USA

Parlamentsstipendium : Tönisheider lebt ein Jahr in den USA

Dank eines Parlamentsstipendiums kann Jonas Langkeit aus Tönisheide ein Jahr bei Gasteltern in Martinsburg verbringen und dort zur Schule gehen.

(RP) Im August geht es für Jonas Langkeit endlich nach West Virginia. Schon vor einem Jahr wurde der 16-jährige Tönisheider von Kerstin Griese (SPD) für ein Stipendium des Bundestages und des US-Kongresses ausgewählt. „Doch Corona hat die Reise in die USA verhindert“, erzählt Langkeit bei einem Treffen mit der Abgeordneten Griese.

„Mit der Wahl von Joe Biden und Kamala Harris hat sich nach den Trump-Jahren viel verändert“, sagt Kerstin Griese. „Ich bin auf die Eindrücke gespannt, die du in den USA gewinnen wirst.“ Biden habe die Corona-Bekämpfung ernst genommen und unterstützt mit einem Billionenprogramm die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt, betont das für Niederberg und Ratingen zuständige SPD-Bundestagsmitglied.

Langkeit freut sich sehr auf seinen einjährigen US-Aufenthalt im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP). Zeit zum Kofferpacken hat er noch, aber einige Gastgeschenke liegen schon bereit. „Meine Mutter hat schon alle möglichen Sachen besorgt, zum Beispiel ein Puzzle mit dem Bergischen Land.“

  • US-Präsident Joe Biden hantiert mit einer
    Corona-Pandemie : Nur 67 Prozent – USA verpassen Bidens Impfziel
  • Schüler und Schülerinnen der Kreativwerkstatt von
    Niederberg-Schule in Neukirchen-Vluyn : Gesamtschüler lassen Freundschaft und Kreativität hochleben
  • Vor allem in der frühen Phase
    USA sichern sich Millionen Dosen : Hoffnung auf Grippemittel gegen Corona

Timothy Hott und Justin Schooly sind Langkeits Gasteltern im amerikanischen Martinsburg. „Mit denen stehe ich jetzt schon seit zwölf Monaten in regelmäßigen Videokontakt.“ Statt das Geschwister-Scholl-Gymnasium wird Jonas Langkeit die Spring Miles High School besuchen. Auch für das Soccer-Team der Schule sei er bereits angemeldet, sagt der Tönisheider, der bei Union Velbert Fußball spielt. Zudem hofft er, mit seinem Saxophon in die Big Band aufgenommen zu werden. Sport und Musik nähmen an amerikanischen Schulen eine wichtige Rolle ein.

Kerstin Griese weist darauf hin, dass schon jetzt Bewerbungen für den Jugendaustausch im nächsten Jahr entgegengenommen werden. „Ich bin optimistisch, erneut in den Bundestag gewählt zu werden, und bin gerne bereit, erneut eine Patenschaft für einen jungen Menschen zu übernehmen.“ Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler mit guten Schulleistungen, die am 31. Juli 2022 mindestens 15 und höchstens 17 Jahre alt sind. Für junge Berufstätige, Auszubildende und arbeitslose Jugendliche beträgt das Höchstalter 24 Jahre. Bewerbungsschluss ist am 10. September 2021, weitere Informationen gibt es unter kerstin-griese.de/ppp.

Parallel werden in Niederberg und Ratingen auch Gastfamilien gesucht, die ab August 2022 eine PPP-Stipendiatin oder einen Stipendiaten aus den USA bei sich aufnehmen möchten. Interessierte Familien können sich direkt bei der Austauschorganisation Youth for Understanding unter gastfamilienmeldung@yfu.de melden.