Heiligenhaus: Tafel-Mitarbeiter packen Geschenke ein

Heiligenhaus: Tafel-Mitarbeiter packen Geschenke ein

Die Advents-Idee kommt an: 203 weihnachtlich geschmückte Päckchen für Menschen, die sich über sie freuen.

Geschenke und reich gedeckte Tische zu Weihnachten, das ist nicht für jeden selbstverständlich. In manchen Haushalten fehlt einfach das Geld. Damit das Fest trotzdem schön gefeiert werden kann, sind auch in Heiligenhaus wieder viele Bürger zu Christkindern geworden: Sie haben insgesamt 203 Weihnachtspakete und -tüten gespendet und bei der Tafel abgegeben.

Die festlich verpackten Präsente wurden gestern dann von Menschen abgeholt, für die das Fest ohne diese Gabe wohl deutlich spärlicher ausfallen würde. Christa Beyer leitet das Tafel-Angebot in Heiligenhaus und freut sich auch in diesem Jahr wieder über die Spendenbereitschaft der Heiligenhauser Bürger. "Es ist schön, dass sich viele beim Packen so Mühe geben. Auf manchen Paketen stehen regelrecht akribische Inhaltsangaben." In den Paketen sind vornehmlich Lebensmittel, die sich länger halten, wie etwa Konserven, Nudeln oder Gläser mit Leckerem. Auch Weihnachtsgebäck, wie Dominosteine und Spekulatius sind in so manchem Paket zu finden. Ganz besonders sind aber auch die Dinge, die ganz persönlich dabei gelegt werden: Taschenbücher, Kerzen und - natürlich- Spielzeug, manchmal auch Rezepte für die Zutaten. Für wen so ein Geschenk am ehesten geeignet ist, ob für Alleinstehende oder Familien wird vermerkt, damit jeder auch das Richtige bekommt. Und so sah es hier gestern, in den Räumen der Tafel an der Rheinlandstraße, kurz vor Beginn der Geschenkausgabe, fast so aus wie bei den Weihnachtswichteln: Denn die Weihnachtspakete stapelten sich auf den Tischen, an denen sonst gegessen wird - und jedes einzelne Geschenk bedeutet ein stückweit wärmeres Weihnachtsfest. Das finden auch Maya, Isabell und Sophie, die drei Schülerinnen gehörten zu einer tatkräftigen Helferschar der Gesamtschule, die im Rahmen der Aktion "25 gute Taten plus", anlässlich des 25-jährigen Schuljubiläums, die Tafel-Ehrenamtler in der Ausgabe der Präsente unterstützten.

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Sie wechselten sich mit Schulkameraden ab, jede Stunde half ein neues Team und das auch schon bei der Geschenkannahme einen Tag vorher. Es sei ihnen wichtig, zu helfen, sagten die Zwölfjährigen. "Nicht jeder kann so Weihnachten feiern wie wir", weiß das Trio, das die Geschenke-Aktion der Diakonie bereits kennt. "Wir packen auch privat mit unseren Familien Geschenke", erzählen sie. "Wir wünschen allen, dass sie ein schönes Weihnachtsfest haben."

"Abholen dürfen sich die Geschenke Menschen mit der Tafel-Card und diejenigen, die die Grundsicherung beziehen", erklärt Christa Beyer. Beyer berichtet, dass im Vergleich zum letzten Jahr etwa 40 Päckchen weniger abgegeben wurde. Beschweren will sich die Einrichtungsleiterin darüber aber nicht, man kenne das schon und sei für jede Gabe dankbar. Ihr Weihnachtswunsch? Vielleicht, dass es die Tafel nicht mehr geben müsste, bis dahin wünscht sich die Tafelchefin: "Ruhe und Frieden."

(RP)