1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Straßenkunst in Heiligenhaus

Plan im Kulturausschuss : Idee für die Stadt: Mehr Farbe für Mauern

Wie umgehen mit alten Immobilien, besonders mit deren großen Mauerflächen? Der Kulturausschuss sucht eigene Antworten. Nicht zuletzt auf die Frage nach Geldquellen.

Spätestens seit der Euroga 2002 plus wird der Gedanke an Kunst im öffentlichen Raum mal mehr, mal weniger laut verfolgt. Und es entstanden prominent wirkende Kunstwerke wie die Konstruktion von Doris Halfmann mitten auf dem Abtskücher Teich. Die hat inzwischen längst ihre Zeit gehabt. Eine weitere Sonderstellung hatte zeitweise das Alte Pastorat an der Hauptstraße. Hier war es maßgeblich die „Kunstquadrat“-Gruppe um Thomas Pischke, die mit Ideen und Events aufwartete.

Der Ansatz: Aus dieser Richtung kommt jetzt eine neue Idee, Pischke ist inzwischen Vorsitzender des Kulturausschusses. Für die Bündnisgrünen hat er einen Antrag auf den Tisch gelegt, wieder dreht sich alles um Kunst im öffentlichen Raum, diesmal um Mauern. Nach Vorstellungen der Antragschreiber geht es zunächst darum, eine Liste brauchbarer Flächen, also Malgründe, zu finden und dann mit einem Experten oder einer Expertin in Sachen Grafitti-Großprojekte Kontakt aufzunehmen. Es soll also nicht um künstlerische Eintagsfliegen gehen.

  • Das Kunst-Event findet in der Leonhardskapelle
    Dreiklang der Kunst in Erkelenz : Zwölf Kunstwerke, zwölf Musiken, zwölf Texte
  • Roozbeh Golestani eröffnet heute eine Ausstellung.⇥RP-Foto:
    Kunst in Düsseldorf : US-Kunst in Derendorfer Galerie
  • Yun Ju Lee, Margareta Bartelmess und
    Kunststadt Düsseldorf : Akademie-Studierende zeigen neue Kunst im Zero-Haus

Die Vorstellung: Gestaltung derzeit trister Fassadenflächen im Innenstadtbild. Denn „neben erhaltens- und sanierungswürdigen Stuckfassaden entlang der Hauptstraße gibt es auch viele heute unschöne Flächen, denen nicht mit klassischem Bauhandwerk beizukommen ist. Die Verschönerung mittels großflächiger Mureals (das sind Wandmalereien) ist für solche Flächen ein probates Mittel, wie in anderen Städten und teilweise auch schon in Heiligenhaus bewiesen wurde“, schreibt Pischke. 

Doch auch Ideen anderer Fraktionen zur farblichen Gestaltung einzelner Flächen scheiterten trotz allgemeinem Wohlwollens schnell an unterschätzten benötigten Finanzmitteln, die im städtischen Haushalt so nicht ohne weiteres realisiert werden können. „Daher bedarf es einer etwas ausholenderen Planung solch eines Unterfangens.“

Die Strategie: Als Grundlage weiterer Planungen sollte eine Liste möglicher Flächen zur künstlerische Gestaltung zusammengestellt werden. Dabei spielen Größe und Standort genau so eine Rolle wie die Zustimmung der Besitzer der Flächen und Gebäude, die vorab erfragt werden muss. Für ein breites Spektrum möglicher Flächen sind eventuell Vorschläge Dritter hinzu zu ziehen. Das Know-How aus ähnlichen Projekten in anderen Städten möchte man nutzen, nicht zuletzt, was potenzielle Fördertöpfe angeht.