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Statt eigenem Büro: Flexible Arbeitsplätze

Antrag der CDU : Statt eigenem Büro: Flexible Arbeitsplätze

Die CDU möchte auch für Heiligenhaus sogenannte Co-Working-Spaces, die vor allem Freiberuflern, Gründern oder kleinen Start-Ups Ausstattung und Infrastruktur bieten. Das schafft auch Raum für Synergien.

Sogenannte Co-Working-Spaces bieten für Freiberufler, Gründer oder kleine Start-Ups günstige Möglichkeiten auf Plätze zum Arbeiten. Der Vorteil für Freiberufler, Gründer oder „digitale Nomaden“: Das Einmieten in Co-Workingspaces erspart ihnen lästige Dinge, wie die Ausstattung oder die Infrastruktur der IT – und trotzdem arbeitet man nicht, wie im Homeoffice, allein. Das schafft auch Raum für mögliche Synergien.

In den benachbarten Metropolen sei Coworking als Office Trend der Zukunft längst erkannt worden, weiß auch die Heiligenhauser CDU. Sie will nun auch hier die Realisierungsmöglichkeiten für solche Angebote prüfen lassen. Den Antrag dazu habe sie bereits vor einiger Zeit für den Ausschuss der Wirtschaftsförderer gestellt, der ist wegen Corona jedoch abgesagt worden. Nun legt sie den Antrag erneut vor und bringt ihn in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 24. Juni, der im Rahmen der Corona-Maßnahmen vorübergehend auch den Rat mit einschließt, ein.

Die Verwaltung wird in dem entsprechenden Antrag gebeten, eine Bedarfsermittlung vorzunehmen und Realisierungsmöglichkeiten zu prüfen. Zahlreiche leerstehende Industrie-Immobilien und Verwaltungsgebäude wandeln sich in moderne Geschäftswelten für Gründer, Homeworker, Freelancer und Start-ups. Die Geschäftswelt verändert sich aber auch aufgrund der Digitalisierung und gesellschaftlicher Einflüsse rasant. „Gerade junge Arbeitskräfte der Generation Y erwarten heute eigenverantwortliche und kreative Arbeitsbedingungen“, stellt Pressesprecher Stefan Propach fest. So sehen die Heiligenhauser Christdemokraten auch die Stichworte „Work-Life-Balance“, sowie wohnortnahe Arbeitsmöglichkeiten für viele Beschäftigte vermehrt als Kriterium, die auch Familien- und Umweltpolitisch gewollt seien.

„Ein Co-Working-Space bietet hier eine Arbeitsplatzgestaltung, welche viele Erfordernisse vereint. Wichtige Voraussetzungen wie ein angenehmes räumliches Umfeld, ein schneller Internetzugang, Gemeinschaftsküche und Sanitäranlagen bilden die Basis“, weiß Fraktionschef Ralf Herre, selbst Geschäftsführer eines mittelständischen Betriebes. Die Ausgestaltung eines solchen gemeinschaftlichen Arbeitsraumes könne dabei was Service und Sekretariatsleistungen betrifft, je nach Bedarf ausgebaut werden. „Im Fokus der Nutzer steht die kostengünstige und flexible Anmietungsmöglichkeit ohne lang andauernde Mietverhandlungen oder Vertragslaufzeiten.

Die Open-Office Möglichkeit hilft Kontakte auszubauen und geschäftliche Vernetzungsprozesse zu gestalten“, führt Propach weiter aus. Nach Auffassung der CDU in Heiligenhaus bietet der Standort aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten und der ansässigen Betriebe ein großes Potenzial für dieses Arbeitsmodell. „Der Ansatz sollte in das Leerstandsmanagement der Wirtschaftsförderung integriert werden. Ebenso erhoffen wir uns eine Berücksichtigung bei zukünftigen Stadtentwicklungsprojekten oder eine Einbindung in gastronomische Angebote“, so Herre weiter. Vor allem im Norden des Kreises Mettmann sind Co-Working-Spaces kaum verbreitet, in Richtung Süden des Kreises sieht es da schon anders aus: In Monheim gibt es gleich mehrere Angebote an flexiblen Arbeitplatzmöglichkeiten, ebenso in Langenfeld. Anbieter in der Nähe gibt es außerdem in Düsseldorf, Mülheim, Essen, Wuppertal und Solingen.