Turmfest : Fröhliche Stimmung rund um den Dicken Turm

Nach zwei Jahren Pandemiepause feierten die Ratinger Jonges wieder mit den Bürgern ihr Turmfest. Besonders beliebt bei den Gästen waren die Führungen durch den Dicken Turm.

Es passte wirklich alles. Das Turmfest der Ratinger Jonges präsentierte sich wie aus einem Katalog „Gelungene Veranstaltungen“: Das Wetter war sonnig und warm, das Interesse in der Bevölkerung nach der Corona-Zwangspause groß, dazu gab es abwechslungsreiche Musikunterhaltung, leckere Beköstigung und viele Besucher, die miteinander ins Gespräch kamen. Neben lokaler Politprominenz und Vertretern von Vereinen, Verbänden und Wirtschaft feierten vor allem die Ratinger Bürger mit den Jonges: Die Sitzbänke im Schatten des Dicken Turms waren durchgängig belegt – auch ein Zeichen dafür, wie sehr der Heimatverein in der Gesellschaft verwurzelt ist. „Man merkt schon deutlich, dass den Leuten so etwas gefehlt hat“, sagte Ex-Prinz und Ex-Schützenkönig Wolfgang Scholz.

Die Ratinger Coverband „S.A.C.K.‟ unterhielt mit ihrem breiten Repertoire zwischen Oldies und Pop-Klassikern musikalisch, der Neusser Shanty-Chor sorgte für eher volkstümliche Klänge, die von den Besuchern gerne mitgesummt wurden. Auch DJ „Hai Life“ traf den Musikgeschmack der Gäste, die sich schließlich sogar auf der Bühne zu einer spontanen Tanzeinlage trafen.

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Die Helfer am Grill und an den Zapfhähnen hatten ununterbrochen  zu tun, um alle Gäste mit leckeren Steaks, Bratwürsten und kühlen Getränken zu versorgen. Das große Kuchenbuffet fand aber ebenso breiten Zuspruch.

 Turmwächter Oliver Posberg führte die Besucher durch den Dicken Turm. Baas Edgar Dullni zieht nach dem Fest eine positive Bilanz.
Turmwächter Oliver Posberg führte die Besucher durch den Dicken Turm. Baas Edgar Dullni zieht nach dem Fest eine positive Bilanz. Foto: Achim Blazy (abz)

Besonders gefragt waren die Führungen durch den Dicken Turm. Die Jonges Oliver Posberg und Heinz-Werner Blumenkamp – beide als historische Turmwächter gekleidet – erklärten den Besuchern nicht nur die Geschichte des ältesten und mächtigsten Ratinger Wachturms, sondern schilderten auch anschaulich dessen aufwendige Sanierung und bauliche Besonderheiten – angereichert mit viel Wissenswertem aus der Ratinger Stadtgeschichte. Zwischendurch erzählten Mitglieder des Mundartkreises verschiedene Dönekes auf Platt.

Bis in den späten Nachmittag wurde auf dem Gelände rund um den Dicken Turm gefeiert. Entsprechend positiv fiel auch die Bilanz von Jonges-Baas Edgar Dullni aus: „Es ist wirklich großartig, dass so viele zu unserem Turmfest gekommen sind, um mit uns zu feiern.“