Technisches Hilfswerk Ratingen Seit 60 Jahren dabei: Helmut Kellner wird geehrt

Gäste aus Politik, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Wirtschaft, Arbeitgebern sowie der gesamten THW-Familie trafen sich zum Grünkohlessen.

Viele Wegbegleiter freuen sich mit Helmut Kellner über sein Jubiläum.

Viele Wegbegleiter freuen sich mit Helmut Kellner über sein Jubiläum.

Foto: Joachim Buschhaus

Traditionell empfing das Technische Hilfswerk (THW) Ratingen Gäste aus Politik, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Wirtschaft, Arbeitgebern sowie der gesamten THW-Familie zum Grünkohlessen. Gut 200 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Erstmals eröffnete Till Dobrinski als Ortsbeauftragter in diesem Rahmen den Abend. In seinen Worten blickte er auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Weiter wagte er einen Blick auf die Aufgaben, die 2023 anstehen. In dem Rahmen stellte er den Jahresbericht des Ortsverbandes für 2022 vor, der in gedruckter Version an die Gäste verteilt wurde sowie auf der Homepage zum Download bereitsteht.

Ein besonderes Highlight des Abends war die Übergabe der Ehrenurkunde für 60 Jahre THW-Mitarbeit an Helmut Kellner. Er erhielt die Urkunde aus den Händen von THW-Präsident Gerd Friedsam. Eingetreten ist Helmut Kellner nach der Sturmflut in Hamburg 1962, nachdem er einen Aufruf zur Mithilfe im Radio gehört hat. Über die vielen Jahre hat Helmut Kellner sich ehren- und hauptamtlich auf vielen Wegen um das THW verdient gemacht.

Er war Helfer, Unterführer, Zugführer und Bezirksbeauftragter in Hamburg-Mitte. Temporär war er während seiner Ausbildung auch im Ortsverband Stuttgart tätig. 1965 kehrte er nach Hamburg zurück und trug maßgeblich dazu bei, dass die an den Hauptverwaltungsbeamten abgegebenen Bergungszüge wieder zurück zum THW geführt werden konnten. All dieses immer gemeinsam mit den anderen Organisationen im Katastrophenschutz.

1974 wurde aus dem „Ehrenamtler“ Helmut Kellner ein „Hauptamtler“. Erst war er in Hamburg tätig und wechselte später nach Nordrhein-Westfalen, wo er vor seinem Ruhestand stellvertretender Landesbeauftragter war. Seit seinem Wechsel nach NRW ist er ehrenamtlich im Ortsverband Ratingen tätig. Helmut Kellner ist Gründer einer der ersten THW-Jugendgruppen in Deutschland, die er schon 1965 ins Leben rief. Ebenso ist er einer der Väter der THW-Helfervereinigung, der heutigen THW-Bundesvereinigung. Unermüdlich warb er, auch über die Landesgrenzen hinaus, für diese Idee und war federführend an der Gründung im Jahr 1980 beteiligt.

Darüber hinaus war er für das THW publizistisch tätig. Er engagierte sich für die THW-Zeitung NRW und die „THW Fahrzeug-News“. Weiterhin organisierte er viele Jahre die Beteiligung an der Intermodellbau-Messe in Dortmund. Von 2007 bis Ende 2020 engagiert sich Kellner verstärkt für die Geschichte des THW. Als „Beauftragter für die Historische Sammlung für NRW“ sammelt er Schriften, Geräte und Fahrzeuge aus den frühen Tagen des THW.

Für seine Verdienste erhielt Helmut Kellner das THW-Ehrenzeichen in Gold und er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Band.

Es folgten Grußworte vom Landrat des Kreises Mettmann, Thomas Hendele, der Landtagsabgeordneten Elisabeth Müller-Witt (SPD) sowie dem Landtagsabgeordneten Jan Heinisch (CDU). In ihren Worten dankten die Gäste den ehrenamtlichen Einsatzkräften für das geleistete Engagement. Besonders hoben die Redner die Bemühungen des Ortsverbandes im Rahmen der Corona-Pandemie, der Hilfe nach den Starkregenereignissen 2021, sowie der Unterstützung im Rahmen der Flüchtlingsbewegungen nach dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hervor.

Die Beteiligung am Rosenmontagszug und beim Kinderkarnevalszug in Ratingen im Rahmen des Sicherheitskonzeptes sind feste Termine im Kalender des THW Ratingen. Daher konnte der Ortsbeauftragte das Prinzenpaar nebst Gefolge begrüßen. Prinz Christian I. und Prinzessin Tina I. sowie der Karnevalsausschuss sprachen dem Ortsverband im gesamten und in Form von Karnevalsorden einzelnen Gästen im speziellen, ihren Dank aus. 

Eine Überraschung hatte noch die Eigentümerin der Unterkunft im Gepäck: ein Modell des derzeitigen Planungsstandes für einen möglichen Umbau, beziehungsweise die Erweiterung der Unterkunft. Die Planungen und Gespräche dazu laufen schon seit längerem im Hintergrund, haben aber noch keinen Abschluss gefunden. Sobald diese beendet werden, wird das Projekt detaillierter vorgestellt.

Nun folgte der Höhepunkt des Abends: der Grünkohl mit Mettwurst. Während und nach dem Essen tauschten sich die Gäste in vielen kleinen und großen Runden aus. Oft ging es dabei um gemeinsame Erlebnisse aus der Vergangenheit. Es wurden aber auch Pläne für zukünftige Aktionen geschmiedet.

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