Special Olympics Willingen: ABB-Helfer unterstützen die Athleten

Special Olympics Willingen: ABB-Helfer unterstützen die Athleten

Grün-braune Hänge statt weißer Winterlandschaft, kaltes Regenwetter statt Sonne und Schnee, schlechte Stimmung? Fehlanzeige! Die 100 ABB-Helfer aus ganz Deutschland tragen mit ihrem freiwilligen Engagement zum Gelingen der Special Olympics Willingen 2017 bei und erleben die pure Freude der Athleten hautnah. In der ersten Märzwoche gingen 700 Athleten in sechs Sportarten an den Start. Auch neun Helfer aus Ratingen unterstützten die diesjährigen Special-Olympics-Winterspiele für Menschen mit geistiger Behinderung.

Das Engagement der ABB-Helfer ist freiwillig. Sie nehmen für die Zeit der Spiele Urlaub oder reichen Zeitausgleich ein, das Unternehmen trägt die Reise- und Hotelkosten. Die so genannten Volunteers von ABB waren in Willingen in den Disziplinen Ski-Alpin, Snowboard, Ski-Langlauf und Schneeschuhlauf im Einsatz - etwa als Riegenführer, Torwächter oder Streckenposten.

Klaus Fricke schenkt im Aufwärmzelt heißen Tee aus. Foto: OLIVER LANGOHR

Viele der ABB-Helfer waren "Wiederholungstäter" - wie etwa Klaus Fricke vom ABB-Standort Ratingen. Sein erster Helfereinsatz bei den Winterspielen in Oberhof liegt bereits zehn Jahre zurück. In Willingen war er das zweite Mal dabei. "Ich finde es super, den Athleten zu helfen und sie zu unterstützen", erzählt der Vertriebsmanager. "Wir sind hier wie eine Familie, das Menschliche steht absolut im Vordergrund." Als Springer beim Schneeschuhlauf half er da, wo gerade Not am Mann war. Zum Beispiel schenkte der 44-Jährige den Athleten heißen Tee im Aufwärmzelt aus oder übergab Medaillen bei den Siegerehrungen. Seine Kollegin Greta Wallin war zum ersten Mal als Helferin dabei. Die Prüfingenieurin unterstützte beim Zieleinlauf in den Ski-Alpin- und Snowboard-Wettbewerben. Zum Beispiel nahm sie die Athleten im Ziel in Empfang und führte sie zum Ausgang. Auch bei der Zeitmessung war sie eingeteilt, schrieb die Zeiten auf, die im Ziel per Hand gestoppt wurden - als Kontrolle zur Lichtschrankenzeit, die automatisch ausgewertet wird. "Als ich bei ABB vor eineinhalb Jahren angefangen habe, habe ich mir gedacht, dass ich gerne einmal mitmachen möchte", erzählt die 28-Jährige. Die Kollegen hätten so viel berichtet, "da wollte ich einmal das Gefühl erleben, wie es ist, dabei zu sein. Ich habe bisher nur wenige Berührungspunkte mit Menschen mit geistiger Behinderung und dachte, da wäre es gut, auch meinen eigenen Horizont zu erweitern."

Greta Wallin mit der Athletin Philippa Bartels. Foto: Luca Siermann
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Und Greta Wallin wurde nicht enttäuscht: "Ich bin begeistert, mit welcher Motivation die Athleten dabei sind. Es macht einfach Spaß." Eine Wiederholung ist auch bei ihr nicht auszuschließen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich im Mai 2018 bei den Nationalen Sommerspielen in Kiel.

(RP)
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