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Stadt sucht nach Standort für Waldkindergarten

Spielen in der Natur : Stadt prüft Standorte für neuen Waldkindergarten

Die Sache geht voran. Der Stadtrat hatte es auf Antrag der CDU-Fraktion bereits beschlossen: Ein Waldkindergarten soll errichtet werden. „Wir freuen uns, dass die Stadtverwaltung in der Ratssitzung den Sachverhalt dazu konkret dargestellt hat“, erklärt dazu Tatjana Pfotenhauer, CDU-Ratskandidatin.

Beschlossen wurde außerdem einstimmig die Anschaffung eines dazu notwendigen Bauwagens, für den die Stadt Ratingen außerplanmäßig 100.000 Euro bereitstellt.

Schließlich soll das Projekt zügig umgesetzt werden. Deshalb kann jetzt, nach der Zustimmung durch den Stadtrat, der Ausschreibungsprozess für diesen Bauwagen beginnen. Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde Mettmann und dem künftigen Träger, dem Waldorfkindergarten in Ratingen, hat die Stadt Ratingen außerdem bereits nach einem passenden Standort gesucht, der pädagogisch geeignet ist und außerdem den naturschutzrechtlichen Bedingungen entspricht. Es kommen zwei Flächen in Frage, über die noch verhandelt wird.

„Geplant sind 20 Ü 3-Plätze“, betont CDU-Fraktionschef Ewald Vielhaus. „Der Bauwagen soll von Kindern nicht nur bei schlechtem Wetter genutzt werden, sondern er gilt auch als Ergänzung zum Aufenthalts- und Lernort Wald.“ Deshalb wird bei der Einrichtung mit Küche, Garderobe und Ruhefläche darauf geachtet, dass noch Platz für andere Tätigkeiten vorhanden sind.

Die Kosten für den Bauwagen des Waldkindergartens werden voraussichtlich zu 90 Prozent für die Stadt Ratingen durch Landesmittel refinanziert. „Wir freuen uns, dass unser initiiertes Projekt nun ganz konkrete Formen annimmt“, meinte Pfotenhauer.

Und sie ergänzte: „Für Kinder ist der Waldkindergarten einfach eine wunderbare Sache – sie bewegen sich an der frischen Luft, finden Bewegungsmöglichkeiten und entwickeln nebenbei eine hohe Sensibilität für Natur, Pflanzen und Tiere.“

Wie bereits berichtet, erneuert die Wogera ihren Wohnungsbestand Am Feldkothen 5 bis 15 und am Alten Kirchweg 43 bis 51 und baut gleichzeitig einen neuen Kindergarten. Zurzeit stehen auf dem 4600 Quadratmeter großen Grundstück fünf Gebäudekomplexe mit insgesamt 22 Wohnungen – allesamt entstanden in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Beide Projekte sollen den Stadtteil erheblich aufwerten, die neuen Kita-Plätze würden dringend gebraucht, betonte die Stadt.