Stadt Ratingen organisiert Einkaufs-Notdienst

Ratingen : Stadt organisiert Einkaufs-Notdienst

Der Supermarkt an der Speestraße in Lintorf schließt für zweieinhalb Wochen. Die Kirchengemeinde hilft.

Der Rewe-Supermarkt an der Speestraße in Lintorf wird modernisiert. Das ist sicherlich für die Zukunft gesehen eine gute Nachricht für die Lintorfer. Allerdings muss der Markt während der Umbau- und Renovierungsarbeiten zweieinhalb Wochen lang geschlossen werden – in der Zeit vom 9. bis zum 27. November.

Da die anderen Supermärkte in Lintorf außerhalb der Ortsmitte liegen und fußläufig nicht für jeden gut erreichbar sind, hat sich die städtische Wirtschaftsförderung deshalb darum bemüht, einen Notdienst im Stadtteil zu organisieren.

Wer sich in dieser Zeit nicht in der Lage sieht, seine Einkäufe selbst zu erledigen, kann sich entweder an die evangelische Kirchengemeinde Lintorf oder an die städtische Taschengeldbörse wenden. Die Kirchengemeinde am Konrad-Adenauer-Platz ist mittwochs und freitags von jeweils 9.30 bis 17 Uhr erreichbar unter Telefon 02102 31611. An diesen beiden Tagen kann dann eine Bestellung aufgegeben werden.

Ansprechpartnerin Bettina Borsch weist allerdings darauf hin: „Bitte wirklich nur Notfälle“. Also Menschen, die es tatsächlich nicht schaffen, selbst einen anderen Supermarkt aufzusuchen. Denn die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind entweder am Schulzentrum an der Duisburger Straße oder das Center an der Rehhecke. „Bäcker und Metzger sind aber nach wie vor in der Ortsmitte zu erreichen“, sagt Borsch, die selbst mit weiteren Ehrenamtlichen aus der Kirchengemeinde den Notdienst anbieten wird.

Das einfachste sei, eine präzise Liste vorzubereiten, die dann der Einkaufsservice abarbeiten kann. Die gewünschten Waren werden dann nach Hause geliefert. Auch hier gilt, nur das wirklich Nötige aufzuschreiben, für den großen Monatseinkauf ist der Service nicht gedacht. „Es ist ja schon lange bekannt, dass der Supermarkt schließt“, sagt Borsch. Ein gewisser Vorrat konnte also bereits angelegt werden.

Doch nicht nur die evangelische Kirchengemeinde ist Ansprechpartner in Lebensmittel-Notfällen. Die Taschengeldbörse der Stadt erreicht man ebenfalls mittwochs und freitags, und zwar jeweils in der Zeit von 16 bis 18 Uhr, Telefon 02102 550-5655 oder unter 0151 22432169.

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um eine Vermittlungsbörse. Die Idee, die dahinter steckt: Senioren oder andere hilfsbedürftige Menschen melden sich, wenn sie kleine Erledigungen benötigen, und die Zentrale vermittelt ihnen junge Menschen, die gegen Zahlung eines Taschengeldes diese Arbeiten gern erledigen.

Dieses Angebot gilt übrigens nicht nur während der Zeit der Supermarkt-Schließung in Lintorf, sondern generell. Mehr dazu gibt es auch im Internet unter https://taschengeld-ratingen.de/. Dort können sich Jugendliche, die mitmachen wollen, anmelden, ebenfalls Senioren, die kleine Dienste in Anspruch nehmen möchten.

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