Gesamtschule Heiligenhaus ist 25

Schulfest mit Senkrechtstarter: Gesamtschule beendet Jubiläumsjahr

Die Schüler feierten das Finale zum 25-jährigen Bestehen mit einem echten Senkrechtstarter.

Die Idee war verblüffend einfach: Die Gesamtschule wird 25. Daraus muss sich doch locker ein ganzjähriges Jubiläumsprogramm mit 25 Events machen lassen. Geplant, getan. Am Ende fiel die Sache noch einige Nummern größer aus. Grund genug also, das Ende des Jubi-Jahrs ausgiebig zu feiern.

Aus 25 geplanten guten Taten sind nun doch mehr geworden: Schüler, Lehrer, Eltern und Freunde der Gesamtschule feierten mit einem Schulfest am Samstag den Abschluss des 25. Jubiläumsjahres. Sie fanden, wer Geburtstag hat, muss nicht immer nur beschenkt werden, wer Geburtstag hat, darf gerne auch andere beschenken: Ein Schuljahr also, in dem es immer wieder spannende und kreative Einsätze der einzelnen Klassen oder ganzen Stufen im Einsatz für den guten Zweck gab. Wohl wissend war diese Aktion zwischenzeitlich schon zur Aktion „25+ gute Taten“ umgetauft worden. Gefeiert wurde am Samstag mit einem weiteren außergewöhnlichen Projekt: Ein Wetterballon des Projekts „Stratosflight“ ging in die Höhe. Nach einem gut gebrüllten Countdown stieg der mit Helium gefüllte Ballon vom Schulhof hinauf in den wolkenlosen Himmel. „Fast schon schade, dass die Sonne so strahlt, da kann man den Ballon leider nicht lange beobachten“, fand da ein Besucher, während sich der Ballon, an dem eine Sonde befestigt war, senkrecht gen Sonne schob. Mit zum Teil über 200 Kilometern pro Stunde auf der Reise in über 30 Kilometer Höhe. Der Plan dann: Der Ballon platzt und  die Sonde wird mit gleich mehreren GPS-Sendern zu Boden zurücksinken. Neben dem Wetterballon, sowie Spiel, Spaß und kulinarischen Köstlichkeiten, die von den Eltern organisiert wurden, waren auch zahlreiche Besucher auf und vor dem Schulgelände unterwegs. 

Für Schulleiterin Carmen Tiemann war das Schulfest dabei etwas besonderes, es war ihr erstes als Schulleiterin, das Rednerpult betrat sie am Samstag mit einem dicken, gelben Aktenordner: „Bei meinem Besuch im Club gab mir Frau Eichberg diesen Ordner, gefüllt mit Pressemitteilungen der Jahre 1992 bis 2002, die zeigen wie hart umkämpft die Gesamtschule am Anfang war.“ Sie erinnerte damit an die schwierigen Anfänge der Schule, die 1992 gegründet,

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Mitte der 90er von einer der beiden Hauptschulgebäude an die Hülsbecker Straße umzog und somit die zu der Zeit auch noch die dort ansässige Realschule verdrängte. Gegen die Widerstände der politischen Gegner hatte die rot-grüne Ratsmehrheit damals ihr Vorhaben zur Gründung einer Gesamtschule überhaupt erst durchgesetzt.

„Aller Proteste zum Trotz feiern wir heute das Jubiläum und einen Ruf, der über die Stadtgrenzen hinaus positiv ist“, freut sich Schulleiterin Tiemann. Neben einem bunten Programm gratulierten auch Bürgermeister Michael Beck, und das mit einer Vermutung im Gepäck: „Vielleicht feiert die Gesamtschule ihr nächstes Jubiläum sogar schon mit einem eigenen Namen?“ Auf dem Jubiläum jedenfalls will man sich nicht ausruhen, das nächste große Thema ist Digitalisierung im Schulalltag. „Schnelles WLAN haben wir schon, jetzt setzen wir das Thema auch um“, kündigt die Schulleiterin an.