Eishockey Zuschauerrekord, aber keine Kohle

Ratingen · Die Ice Aliens verlieren das letzte Spiel der Oberliga-Hauptrunde bei den Moskitos Essen mit 1:7 (0:1, 0:4, 1:2). Die Leistungskurve zeigt dennoch nach oben. Der Kampf um den Klassenerhalt ist nicht aussichtslos.

Es war Zuschauerrekord bei einem Heimspiel der Aliens in dieser Saison. Über 1000 Fans bildeten eine prächtige Kulisse in diesem letzten Spiel der Oberliga-Hauptrunde. Fast alle verließen zufrieden die Eishalle. "Auswärtssiege sind schön", sangen sie. Es waren die Essener, die triumphierten und den Einzug in die Meisterrunde feierten.

Die Partie hatte nämlich am Essener Westbahnhof stattgefunden, weil die Ratinger Eishalle wegen Einsturzgefahr gesperrt ist. So gelangten die Moskitos zu einer schönen, außerplanmäßigen Zusatzeinnahme, denn sie durften die Eintrittsgelder behalten, mussten allerdings die Kosten für die Schiedsrichter übernehmen, den Ratinger Dauerkarteninhabern natürlich freien Eintritt gewähren und die Mannschaft nach dem Match zum Essen einladen. Aber all das sollte kein Problem gewesen sein.

Was für die Essener noch viel wichtiger war, war das Erreichen der Meisterrunde. Der Einzug war allerdings nur theoretisch in Gefahr, denn dazu hätten nicht nur die Moskitos gegen die Ratinger verlieren müssen, was noch im Bereich des Möglichen gewesen wäre, sondern Königsborn hätte auch in Frankfurt gewinnen müssen, was derzeit einfach ausgeschlossen ist.

Die Essener waren überlegen und gingen früh in Führung, aber die Aliens bewiesen zum wiederholten Mal deutlich ansteigende Form. Das macht gerade mit Blick auf die Relegationsrunde Mut, die am Freitag gegen Herne beginnt. So ging es mit einem knappen 0:1-Rückstand in die erste Pause.

Zu Beginn des Mittelabschnitts entschieden die Moskitos mit einem Doppelschlag die Partie zu ihren Gunsten. Kaum waren die Cracks auf dem Eis erhöhten Budd in Überzahl und Hein innerhalb von nur 31 Sekunden auf 3:0. Das war bitter und nun wurden auch die Schwächen der Außeriridischen deutlich. Sie spielten zwar konzentriert weiter, hatten mehrmals die Möglichkeit zum Ehrentor, doch mangelte es an Kaltschnäutzigkeit im Abschluss. Ganz anders die Moskitos. Sie ließen sich nicht lange bitten und stachen kurz vor der zweiten Pause noch zweimal zu.

Im Schlussdrittel machten die Stechmücken weiter Druck. Das längst überfällige Ehrentor aber glückte in dieser Phase Torjäger Thorsten Gries, der von Jory Green und Marc Hoeveler hervorragend frei gespielt worden war.

(RP/rl)
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