Zündorf schimpfte wie ein Rohrspatz

Peter Zündorf war noch geraume Zeit nach dem Abpfiff außer sich. Der Pressesprecher der Lintorfer Handballer schimpfte auf die Schiedsrichter Betghe/Kaffsack wie ein Rohrspatz. "Unglaublich, wie die in den letzten zehn Minuten gegen uns gepfiffen haben", meinte der 28 Jahre alte Linksaußen.

Was erregte ihn? Seine Lintorfer hatten sich im Verbandsliga-Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn TG Burscheid in der 50. Minute auf 21:22 heran gekämpft. Dann stellten die beiden Schiedsrichter dessen Teamkollegen reihenweise vom Platz. Daniel Riljic sah sogar Rot. Er hatte das Wort "Lächerlich" gebraucht, als ihm eine Zeitstrafe angekündigt wurde. In einer Phase mussten die Gäste mit zwei Feldspielern auskommen. Burscheid hatte dann natürlich leichtes Spiel und gewann 32:21.

Zündorf: "Wir haben Burscheid im Heimspiel hoch geschlagen. Wir hätten das auch diesmal packen können nach dieser tollen Aufholjagd. Die Schiedsrichter haben es verhindert." Wie dem auch sei – der TuS 08 wird als Dritt- oder Viertletzter einlaufen. Es besteht keine Gefahr.

Es begann unglücklich im Bergischen Land. Sören Seiter fiel schon in der Startphase (10. Minute) auf seinen Daumen. Die folgende Kapselverletzung ließ keinen Einsatz mehr zu. Dann traf es auch noch den Bomber Julian Kleinhans. Er knickte um und kam in der Folgezeit höchstens für einen Siebenmeter herein. Sven Voigtländer fand nur schwer ins Spiel. Trainer Lars Biermann reagierte früh. Frank Wittlich ging zwischen die Pfosten. Der 35 Jahre alte Ur-Essener, der nun in Duisburg lebt und den alle von Jugend an nur "Killer" nennen, der zeigte dann eine tadellose Vorstellung. Er war der beste Lintorfer Akteur.

(RP)