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Fußball: Yalcinkaya läuft hinterher

Fußball : Yalcinkaya läuft hinterher

Im Nachholspiel der Fußball-Niederrheinliga verliert Ratingen 04/19auch beim 1. FC Wülfrath 0:2. Beide Gegentore fallen über die rechte Abwehrseite.

Neun von 24 möglichen Punkten hatten die Ratinger nach der Winterpause geholt und trotzdem den fünften Platz behauptet. So musste die Partie in Wülfrath zeigen, ob die Blau-Gelben weiterhin die Nummer eins im Mittelfeld der Niederrheinliga sind oder aber endgültig durchgereicht werden.

Dass Trainer Karl Weiß nach nur wenigen Trainingseinheiten Frederik Hoffmann in der Anfangsformation aufbot, darf durchaus als ein Warnschuss an den Rest des Kaders verstanden werden. So war die Leistung vor der Pause zwar engagiert, aber alles andere als gut. Die Begegnung war temporeich und umkämpft, aber spielerisch armselig. Ein einziges Mal kamen die Wülfrather vor der Pause gefährlich vor das Tor und prompt klingelte es. Benedict Sommer nutzte die ihm gewährten Freiheiten. Zweiter Höhepunkt war eine Flanke von Arafkas in der 40. Minute, die auf dem nassen Rasen jedoch an Fahrt gewann und nur knappe neben den Pfosten ging. Die Ratinger waren chancenlos und so bedurfte es nach dem Wechsel einer ähnlichen Leistungssteigerung wie in Hönnepel am Sonntag, wo sie auch 0:1 zurück gelegen und am Ende doch 0:2 verloren hatten. Diesmal wirkten die Einwechslungen von Rehag und Hecht zunächst belebend. Rehag und Pundt verfehlten das Tor, auf der anderen Seite Melis bei einem Konter und Pasiov mit einem Distanzschuss. War bereits der Führungstreffer der Wülfrather über die rechte Ratinger Abwehrseite gefallen, so sah Hakan Yalcinkaya nach einer Stunde erneut ganz schlecht aus. Er war zu weit aufgerückt und lief Benedict Sommer bei einem Konter hinterher. Der 19-Jährige Blondschopf ließ sich die Chance nicht engehen und schoss eiskalt zum 2:0 ein. Wer solche Fehler macht, dermaßen kopflos und undiszipliniert spielt, hat in der Niederrheinliga nichts verloren.

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Als die Ratinger Angriffsbemühungen angesichts des frustrierenden Resultates erlahmten, hätte Benedict Sommer um ein Haar noch sein drittes Tor an diesem Abend erzielt. Das wäre zwar nicht unverdient, aber doch wohl ein bisschen zuviel des Guten gewesen für den Mann des Abends.

Was die Ratinger in diesen Wochen bieten, wird gerne als Indianer-Fußball bezeichnet. Es mangelt an einer Hierarchie, einer Struktur im Team. Es sind meist wilde Einzelaktionen, die vorgetragen und – wenn überhaupt – kopflos abgeschlossen werden. Die fast 100 Ratinger sahen es mit Entsetzen.

(RP)