Lokalsport: Wochenende der Wahrheit für die Ice Aliens

Lokalsport: Wochenende der Wahrheit für die Ice Aliens

Heute und Sonntag kann sich gegen die EG Diez-Limburg entscheiden, wer ins Play-off-Finale der Eishockey-Regionalliga einzieht.

Die Play-off-Runden in der Eishockey-Regionalliga gehen maximal über fünf Spiele. Doch bei den Ratinger Ice Aliens hoffen alle, dass es im Halbfinal-Duell mit der EG Diez-Limburg nicht wieder zu einem entscheidenden Spiel kommen wird. Nach zwei Partien steht es aktuell 1:1. Würde es nach den weiteren Aufeinandertreffen heute (20.30 Uhr) in Diez und Sonntag (18.30 Uhr) am heimischen Sandbach 2:2 stehen, müssten die Aliens Dienstag noch einmal nach Diez reisen. "Das würde schwer werden an einem normalen Wochentag. Unsere Jungs gehen ja auch arbeiten", sagt Trainer Achim Johnigk.

Dabei haben die Aliens jetzt schon ihre liebe Mühe, die Mannschaft möglichst schlagkräftig zu bekommen. Durch die Ausfälle von Milan Vanek, Marvin Moch und Lorenzo Maas ist aus dem Prinzip der drei starken Reihen bei den Aliens eher eine "Zwei-plus-etwas-Entlastung"-Taktik geworden. Zuletzt nämlich spielten die ersten beiden Reihen der Außerirdischen fast durch.

Das könnte sich nun am Wochenende immerhin ansatzweise ändern. Denn Marvin Moch hat sich zurückgemeldet und stand gestern erstmals wieder im Training auf dem Eis. "Er würde unsere dritte Reihe definitiv verstärken, das würde unserem Spiel gut tun, wir müssen aber gucken, wie fit er ist", betont Johnigk. Milan Vanek hatte in dieser Woche einen Termin beim Arzt, genau wie Verteidiger Maas. Letzterer fehlt wohl auch am Wochenende, bei Vanek stehen die Ergebnisse noch aus. "Wir werden sehen", sagt Johnigk. "Ich rechne an diesem Wochenende aber noch nicht mit ihm."

Mit drei Reihen würde die Durchschlagskraft der Ice Aliens um einiges erhöht werden. Aktuell muss nämlich immer die erste Reihe um Kapitän Dennis Fischbuch gegen die Top-Reihe der Diez-Limburger auflaufen. Fischbuch, Thomas Dreischer und der nimmermüde Stepan Kuchynka neutralisieren die beiden Kanadier Matthew Fischer und Joey Davies zwar weitgehend - Davies schoss drei Tore in der Serie, Fischer noch gar keins, dementsprechend ist es für das Trio aber auch schwierig, selbst Akzente nach vorne zu setzen.

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Eine schlagkräftige dritte Reihe, die den beiden Kanadiern das Leben schwer machen würde, würde das Angriffsspiel der Ratinger beleben - so könnten zwei Reihen der Ice Aliens offensiv wirbeln. Trotz aller Defensivaufgaben trifft die Reihe - in Spiel eins erzielte Thomas Dreischer einen Treffer, beim 3:5 am Sonntag trafen ebenfalls Dreischer und Fischbuch.

Nicht auszudenken, wie oft die Aliens treffen könnten, würde die erste Reihe von den Zerstörungs-Aufgaben befreit werden. Zwei stark scorende Angriffsformationen wären ein Vorteil gegenüber den Diezern, zumal die Aliens in Christoph Oster den (bislang) besseren Goalie im Kasten haben.

Doch Statistikgeplänkel ist weitgehend egal - die bisherigen beiden Spiele haben schließlich gezeigt, dass der Weg zum Sieg vor allem über Einsatz und ein Quantchen Glück führt. In beiden Spielen war kein Team die deutlich bessere Mannschaft. "Deshalb wäre es um so wichtiger, dass wir das Spiel am Freitag gewinnen", betont Johnigk. "Ich werde keine Prognosen mehr abgeben, aber ich würde mir sehr wünschen, dass wir die nächsten beiden Spiele gewinnen."

(RP)