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Eishockey: "Wir sind gut aufgestellt"

Eishockey : "Wir sind gut aufgestellt"

Interview mit Mike Krüger, dem Vorsitzenden der Ice Aliens, über die kommende Saison, den neuen Hauptsponsor, den Zuschauerrückgang sowie die wirtschaftliche Situation und sportliche Ziele.

Freuen Sie sich schon auf die kommende Saison?

Krüger Natürlich, denn die Eishockey-Oberliga ist noch attraktiver geworden. Die beiden ehemaligen DEL-Klubs Frankfurt und Kassel, die beiden Top-Klubs Bad Nauheim und Dortmund, zudem die Derbys gegen Duisburg und Essen – das sind Gegner, die die Fans sehen wollen.

Womit wir bei einem Problem sind: dem Zuschauerrückgang.

Krüger Ja, da gibt es nichts zu beschönigen. Die Resonanz in der abgelaufenen Saison war enttäuschend. Es kamen im Schnitt etwas über 400 Zuschauer, rund 150 weniger als in der Saison davor. Das hat ein Loch von rund 25 000 Euro in die Kasse gerissen, das wir nur dank enormer Anstrengungen ausgleichen konnten.

Wie haben Sie das geschafft?

Krüger Durch einen eisernen Sparkurs, angefangen bei den Buskosten bis hin zu den Sanitätern.

Wie geht es weiter?

Krüger Nachdem wir die vergangene Saison mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen haben, wollen wir in dieser Saison ein Plus erwirtschaften, um dann die Gemeinnützigkeit wieder zu beantragen. Das ist für den Verein ein wichtiger Schritt.

Wie wollen Sie den Zuschauerschwund stoppen?

Krüger Das geht nur über gute Leistungen, das Vermeiden von Querelen und eine gute Außendarstellung. Die Aliens sollen den Fans Freude bereiten, es muss wieder Spaß machen, zu den Spielen zu kommen.

Leichter gesagt, als getan. Zumal Sie den Schatzmeister verloren haben.

Krüger Ja, das ist schade. Aber Werner Pehlemann hat jetzt auch noch sehr viel im Ausland zu tun. Und das Amt des Schatzmeisters bei den Aliens erfordert Präsenz und ist mit Arbeit verbunden. Da müssen wir uns nichts vormachen.

Wie wollen Sie das schaffen?

Krüger Ich bin ja nicht alleine. Vize Kay Adam hilft, der erweiterte Vorstand und auch all die vielen Ehrenamtlichen. Außerdem ist uns ein Kunststück gelungen.

Was meinen Sie damit?

Krüger Mit Eller Montan haben wir endlichen einen Hauptsponsor gefunden, der vieles ermöglicht und noch mehr erleichtert. Und der einiges bewirkt. Plötzlich kommen sogar Sponsoren auf uns zu, da bewegt sich einiges. So haben wir zum Beispiel mit mit dem Ausrüster Easton einen Zwei-Jahres-Vertrag geschlossen. Was die Sponsoren angeht, so sind wir gut aufgestellt und kommen endlich mal zur Ruhe.

Und sportlich?

Krüger Wir haben den Stamm gehalten und gestandene oder talentierte Spieler verpflichtet. Wir werden noch einen Verteidiger und einen Stürmer holen, die aber besser sein müssen als die, die da sind. Ausländer sind aber kein Thema; erst wenn die Finanzierung steht. Unser erstes Ziel ist der achte Platz.

Thomas Schulze führte das Gespräch.

(RP)