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Verbandsliga: TV Ratingen unterliegt Bergischen Panthern II 28:29

Handball : Trotz Niederlage kann der TV Ratingen stolz auf sich sein

Dem Tabellenführer der Handball-Verbandsliga liefern die Grün-Weißen einen großen Kampf, doch die Bergischen Panther II haben bei ihrem 29:28-Sieg das bessere Ende für sich. TV-Trainer Jörg Schomburg hebt die Leistung des kompletten Kaders gegen die verstärkten Gäste hervor.

106 Sekunden vor dem Ende bringt der überragende Mats Wiedemann den TV Ratingen im Heimspiel der Handball-Verbandsliga gegen den Tabellenführer Bergische Panther II mit 28:27 in Front – die nächste Sensation in Folge für die Grün-Weißen nach dem Sieg beim Bergischen HC II ist greifbar nahe. Alexander Zapf gleicht für die Gäste aus, die Ratinger Trainer Jörg Schomburg und Chris Schweinsberg nehmen eine Auszeit. Danach hat ihr Team die erneute Führung in der Hand, zumal Zapf eine Zeitstrafe kassiert und die Hausherren so in Überzahl sind.

Der TV spielt aber nicht geduldig genug, die Gäste bekommen den Ball, nehmen eine Auszeit und ihren Torwart heraus, um den Siegtreffer in Gleichzahl erzielen zu können. Max Adams, der eigentlich dem Drittliga-Kader der Bergischen angehört, trifft sechs Sekunden vor dem Ende – die Ratinger rennen nach vorne, werfen den Ball aus dem Anwurfkreis auf das noch immer leere Tor der Gäste, doch Adams ist schneller und wehrt den Ball mit einem spektakulären Sprung ab. Ende, der TV verliert 28:29 (14:18).

Danach sind die Gäste voll des Lobes für die Ratinger, ein Unentschieden sei verdient gewesen, befinden sie. „Es hat aber am Ende nicht sollen sein“, sagt Schomburg, der aber zu Recht betont: „Chris und ich sind total stolz auf die Leistung unserer Mannschaft. Das hört sich komisch an bei einer Niederlage, aber wir haben dem – meiner Meinung nach – baldigen Aufsteiger, der sich auch noch aus seinem Drittliga-Kader verstärkt hatte, 60 Minuten lang einen tollen Kampf geliefert. Darauf dürfen wir stolz sein.“

Der Trainer stellt dabei die ganze Mannschaft in den Vordergrund, auch wenn die Rückraumspieler Wiedemann mit zwölf und Moritz Metelmann mit neun Treffern offensiv herausragen. Aber Schomburg sieht auch: „Benni Heimes hat zwar kein Tor gemacht, aber mit Michalis Antoniades überragend im Innenblock verteidigt gegen Zapf oder Philipp Hinkelmann, der eigentlich auch Drittliga-Spieler ist. Oder Ali Tuna Demir, der von halblinks viel Betrieb gemacht hat, Fabian Pani, der genauso wichtige Impulse gegeben hat wie Jonas Oberwinster aus der Zweiten Mannschaft auf linksaußen oder unsere Torhüter, die beide gute Phasen hatten. Der ganze Kader hat Anteil an dieser starken Leistung.“

TVR: Sobotta, Scholz – Schweinsberg, Metelmann (9), Pani, Antoniades (2), B. Heimes, Hanneken, Wiedemann (12/4), Demir (3), Friedrichs, Czarnecki (1), Oberwinster (1).