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Verbandsliga: TV Ratingen gewinnt beim Tabellenzweiten Bergischer HC II

Handball : TV Ratingen gelingt beim BHC II ein echtes Ausrufezeichen

Die Grün-Weißen gewinnen beim Favoriten Bergischer HC II und stürzen ihn vom zweiten Tabellenplatz der Handball-Verbandsliga. Es ist eine geschlossene Teamleistung des TV Ratingen, aus der Moritz Metelmann und Mats Wiedemann allerdings noch herausragen. Trainer Jörg Schomburg ist zufrieden mit seiner Mannschaft.

Direkt hat der TV Ratingen in dieser Saison der Handball-Verbandsliga zwar nichts mit dem Aufstieg zu tun, indirekt hat er am Freitagabend aber ins Titelrennen eingegriffen: Mit 34:30 (17:15) gewann er beim Bergischen HC II und stürzte den Favoriten so von Rang zwei. „Alles in allem war es eine geschlossene Mannschaftsleistung, mit der Chris und ich sehr, sehr zufrieden waren“, sagte TV-Trainer Jörg Schomburg auch im Namen seinen Assistenten Chris Schweinsberg. „Das war ein schöner Freitagabend“, fand Schomburg.

Dabei hatte das Spiel in Solingen gar nicht nach Wunsch begonnen, nach exakt 1:18 Minuten kassierte Ratingens Torjäger Moritz Metelmann die erste Zeitstrafe, nach 10:03 Minuten direkt die zweite – 5:5 stand es da, und weil Metelmann die dritte und damit endgültige Hinausstellung drohte, wurde er fortan nur noch im Angriff eingesetzt. Das nutzte der Halblinke und wurde am Ende mit zehn Treffern bester Werfer beider Mannschaften. Seinen Part in der Deckung übernahm zusammen mit Benjamin Heimes dann Michalis Antoniades, der das laut Schomburg sehr gut machte, auch wenn er in der 47. Minute der dritten Zeitstrafe und damit der Disqualifikation nicht entging.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste aber durch den verwandelten Siebenmeter von Mats Wiedemann, den sein Trainer als „wichtig mit seiner Erfahrung, gerade in der zweiten Halbzeit“, lobte, schon recht sicher 28:23 in Front. Wiedemann traf zudem zum 30:27 und mit seinem dritten Siebenmeter auch zum 31:28, und das ließen sich die Gäste nicht mehr nehmen. Neben Metelmann, Wiedemann und dem sechsfachen Torschützen Max Beckmann machte auch Ali Tuna Demir ein starkes Spiel, zudem hielt Torwart Marco Sobotta im Verbund mit der stabilen 6-0-Abwehr sehr gut. „Er hat uns gerade in unserer typischen Schlendrian-Phase einen guten Rückhalt gegeben“, sagte Schomburg über seinen Keeper.

Der Trainer hatte schon beim Aufwärmen gesehen, dass seine Mannschaft „gewillt war, den Favoriten zu ärgern“ und freute sich danach über einen guten und konzentrierten Start. „Wir haben zu 99 Prozent das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und zum Beispiel die Erste Welle der Bergischen weggenommen, auch, weil wir vorne konzentriert gespielt und abgeschlossen haben“, sagte Schomburg. Dass die Partie „phasenweise ein bisschen schleppend“ war, konnte der Trainer dann doch gut verkraften – der Sieg beim Favoriten war immerhin ein echtes Ausrufezeichen.

TVR: Sobotta, Scholz – Metelmann (10), Antoniades, F. Heimes, B. Heimes (3), Hanneken, Wiedemann (7/3), T. Beckmann (2/1), M. Beckmann (6), Demir (3), Friedrichs, Czarnecki (3).