Verbandsliga: TuS 08 Lintorf verliert gegen Bergischen HC II 25:27

Handball : TuS Lintorf verpasst die Belohnung für den großen Kampf

Nach hohem Rückstand geht Handball-Verbandsligist TuS 08 Lintorf gegen den Tabellenzweiten Bergischer HC II in Führung, verliert aber am Ende knapp 25:27. Das ist ein Rückschlag in der Aufholjagd auf die Spitze, aber nach dieser Partie muss sich niemand grämen.

Sie ist ein herber Rückschlag im Rahmen der geplanten Aufholjagd, diese 25:27-Heimniederlage des TuS Lintorf in der Handball-Verbandsliga gegen den Tabellenzweiten Bergischer HC II. Aber unzufrieden war beim Abpfiff niemand in der vorzüglich besetzten Sporthalle am Breitscheider Weg. Denn vor der Pause sah es lange danach aus, dass die Lintorfer von den erheblich schnelleren Gästen überrannt würden. 5:9 (14.), 9:15 (24.) und 12:16 beim Wechsel, immer wieder konnten die blitzschnell reagierenden Bergischen aus der Abwehr heraus ihre stechenden Gegenstöße laufen und aufzeigen, warum sie so weit oben stehen.

Dann die zweite Hälfte, und Lintorf legte zu. Torwart Tobi Töpfer gelangen nun einige feine Paraden, der eingewechselte Mathis Friedrich war für die Deckung eine erhebliche Verstärkung, und nach 37 Minuten waren die Lintorfer dran. Kai Klause, nun überragend, glich zum 16:16 aus, die Halle tobte. Die Führung wechselte hin und her, Lintorf legte nach dem 17:17 durch Christoph Lesch ein 18:17 vor, Mark Pfeiffer mit seinem glänzendem Sprint über die linke Seite war der umjubelte Torschütze (42.). Die BHC-Reserve mit ihrem Trainer Mirko Bernau nahm die Auszeit, aber jetzt waren es die Lintorfer, die das Spiel bestimmten. Das 23:22 durch Max Strunk (50.) war allerdings die letzte Führung, der TuS 08 hatte sich etwas verausgabt, er ließ nach, und ein Klasseteam wie dieser Tabellenzweite nutzt das brutal aus. Mit einem 24:27-Rückstand ging es in die beiden Schlussminuten und die Punkte landeten im Gepäck des BHC.

Lintorfs Trainer Markus Wölke hielt sich beim Coaching etwas zurück, er konnte beruflich bedingt die Vorbereitung nicht leiten. „In der Endabrechnung fehlten die drei vergebenen Strafwürfe“, so der EDV-Fachmann. „Wir hatten es mit dem vielleicht besten Team der Liga zu tun, wegen dieser Niederlage müssen wir uns bestimmt nicht schämen“. Und Manager Kalle Töpfer, den 60 Minuten lang nichts auf der Bank hielt: „Unsere zweite Hälfte war schon extraklasse. Trotz des hohen Rückstands aus der ersten Halbzeit gab die Mannschaft nie auf, und dann entstanden gegen uns einige unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen.“ Am kommenden Samstag geht es nach Cronenberg, noch sind seine Lintorfer auswärts unbesiegt.

TuS Lintorf: Hallfeldt, ab 15. Töpfer - Friedrichs 1, Pfeiffer 1, Lenzen 2, Wentzel, Klause 7, Strunk 4, Lesxch 4/2, Obermayer, Greeday, Thole 7, Haverkamp. Zuschauer: 210.