Urals Siegtor vor dem Spitzenspiel

Die SSVg Heiligenhaus hat den nächsten Schritt aus der kleinen Krise gemacht, die den Landesligisten zu Anfang des Jahres befallen hatte: Der Aufsteiger besiegte gestern den ESC Rellinghausen mit 1:0 (1:0) und festigte so den zweiten Tabellenplatz. Ferhat Ural hatte bereits nach elf Minuten des Tor des Tages erzielt. Der Stürmer war so geistesgegenwärtig, den Ball über die Linie zu schieben, nachdem Verteidiger Henning Kawohl die Kugel nach einem Eckball von Hidayet Aydogan mit viel Durchsetzungsvermögen behauptet hatte.

Dass es der einzige Treffer blieb, war auch das einzige, was es gestern zu bemängeln gab: "Wir haben es versäumt, den Finger in die Wunde zu legen. Wir hatten noch mehrere Großchancen, waren aber nicht entschlossen genug", meinte Co-Trainer Mesut Güngör. Positiv zu vermerken war aber, dass die SSVg endlich einmal wieder "zu Null" spielte. Das war der in der Hinrunde besten Abwehr der Liga in diesem Jahr noch nicht geglückt. Diesmal räumten aber Dominik Jung und Co. derart gut auf, dass Torwart Senad Hecimovic fast gar nichts zu tun bekam: Einen einzigen Schuss in der 25. Minute bekam der Keeper auf seinen Kasten. Den hielt er gewohnt sicher und so blieb es bei diesem Resultat bis zum Ende. Auch, weil Ferhat Ural seinem goldenen Treffer nicht einen weiteren folgen ließ, obwohl sich ihm die Chancen dazu boten: Nach gut 30 Minuten war er wunderbar von Dominik Kepper freigespielt worden, kurz vor der Halbzeit platzierte er einen Kopfball nach einer Flanke von Tim Röser nicht genau genug.

1000 Fans in Remscheid erwartet

Unterm Strich zählen für die Heiligenhauser aber nur die Punkte – und mit diesem 1:0-Sieg haben sie den Boden dafür bereitet, dass die Partie kommenden Sonntag ein echtes Spitzenspiel wird: Dann muss die SSVg zum Tabellenführer FC Remscheid. Im Hinspiel gab es erst Randale von Remscheider Hooligans, anschließend ein torloses Remis. Am Samstag trennte sich der FCR vom Tabellendritten RW Oberhausen II mit 1:1. "Ich habe das Spiel gesehen. Oberhausen hatte vier Spieler aus dem Zweitliga-Kader dabei und hätte das in der ersten Halbzeit schon zumachen müssen", sagte Güngör. Doch Remscheid kam noch zum Remis. "Da hat man gesehen, was man mit Wille und Entschlossenheit erreichen kann", fand Güngör, der diese Tugenden von seinem Team in einer Woche fordert. "Da werden über 1000 Zuschauer erwartet. Wir sind gewarnt." Es scheint, als hätte die SSVg ihre Krise zum rechten Zeitpunkt abgeschüttelt.

(RP)
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