Handball: TVR-Trainer Schomburg reizt das Spielen noch

Handball: TVR-Trainer Schomburg reizt das Spielen noch

Der neue Coach des Handball-Verbandsligisten will den Klub sportlich voran bringen – notfalls auch als Spieler.

(wm) Eigentlich juckt es Jörg Schomburg wieder in den Fingern. Der neue Trainer des Verbandsligisten TV Ratingen möchte gerne aktiv Handball spielen, aber nun hat er seinem Chef Marcus Otten die Zusage gegeben, sich zusammen mit Jonas Gorris ganz auf das Training zu konzentrieren. Dabei könnte die Mannschaft ihn, den Strafwurf-Spezialisten und Rückraum-Steuermann, gut gebrauchen bei den vielen Ausfällen, die der Tabellenachte zu beklagen hat.

„Sollte ich richtig fit sein, ich hatte schließlich einige Blessuren, dann denken wir in der Rückrunde gemeinsam über meinen Einsatz nach“, sagt der 35 Jahre alte Lehrer. „Aber das muss gut überlegt sein.“ Er will damit sagen, dass er keinem seiner Spieler den Platz wegnehmen möchte. Schließlich kommen zahlreiche Stammkräfte zurück wie Benny Heimes, Nico Kötter und Michaelis Antoniadis. Tristan Beckmann ist schon wieder dabei, früher als erwartet, er spielte beim Hinrunden-Abschluss gegen Saarn richtig stark. Das Problem scheint gelöst.

„Es ist doch klar, dass wir uns verbessern wollen“, sagt Schomburg über die Aussicht, was noch zu erwarten ist. „Ich kenne die Mannschaft schließlich genau, wir spielen lange genug zusammen, da weiß man, wie sie tickt.“ Bis Platz drei sind es nur drei Punkte. Mit Philipp Jochems, der mächtig auftrumpfte gegen den VfR Saarn, rechnet der Trainer nicht: „Philipp wird in der Reserve gebraucht. Die darf nicht aus der Landesliga absteigen, das ist ungeheuer wichtig. Mit Niklas Vogel, dem Trainer dieser Truppe, ist alles besprochen.“

  • Lokalsport : Schomburg fühlt sich beim TV wohl

Zu Vogel hat Schomburg ein besonderes Verhältnis. Vor knapp vier Jahren zog er beruflich bedingt von Recklinghausen nach Düsseldorf und suchte einen neuen Handballverein. „Gegen den Niklas habe ich unzählige knallharte Schlachten bestritten, es ging immer mächtig zur Sache“, erzählt der Lehrer. „Niklas spielte für Gevelsberg, ich für Gladbeck und Recklinghausen. Auch Verbandsliga. Wir verstanden uns dennoch immer bestens. Als ich erfuhr, dass er inzwischen beim TV Ratingen gelandet ist, da fragte ich nach, ob man mal zum Probetraining kommen kann. Der Rest war schnell geklärt, ich habe mich am Europaring gleich wohl gefühlt.“

Schomburg kann sich auf jeden Fall vorstellen, länger im Amt zu bleiben als bis Saisonende. Wie auch Jonas Gorris, sein fast gleichgestellter Assistent: „Aber es muss passen. Wir haben vereinbart, das es so läuft wie jetzt bis zum Saisonende und dann setzen wir uns zusammen. Man muss im Verein zufrieden sein mit unserer Arbeit. Nichts anderes zählt.“ Aber ein Spieler-Comeback in der Rückrunde, das schließt er niemals aus.

Mehr von RP ONLINE