TV Ratingen verliert Moritz Metelmann und das Spiel gegen Wülfrath

Handball : TV kann Metelmann nicht ersetzen

Die Ratinger verlieren nach dem Ausfall ihres Torjägers, der Knöchel schwoll gleich dick an, alles deutet auf eine lange Verletzungspause hin, 22:28 gegen Wülfrath. „Entscheidend waren die vergebenen Chancen in der Endphase“, sagte Co-Trainer Chris Schweinsberg.

Vor dem Saison-Auftaktspiel des TV Ratingen gegen den Aufsteiger TB Wülfrath strahlte Handball-Chef Marcus Otten ganz viel Zuversicht aus. „Wir konnten kurzfristig noch ein echtes Talent verpflichten. Das ist Ali Tuna Demir, er ist 20 Jahre alt und kommt von den Vikings. So einen gut geschulten Jungen brauchten wir noch.“ Später gab es für den 51 Jahre alten Homberger nichts mehr, was ihn strahlen ließ. Seine Verbandsliga-Truppe verlor klar 22:28 (12:13) und dann verletzte sich der seit Jahren beste Ratinger Moritz Metelmann ganz schwer am linken Knöchel. Der schwoll gleich dick an, alles deutet auf eine lange Verletzungspause hin. Als er ausschied, zwölf Minuten waren noch zu spielen, da hatte Wülfrath gerade mit 21:20 wieder eine Führung erzielt. Aber alles war offen, aber ohne Metelmann verlor der TV sang- und klanglos 22:28.

Co-Trainer Chris Schweinsbertg wechselte sich in den letzten zehn Minuten bei 20:22 selbst ein. Er bereitete auch das 21:22 vor (51.), aber das war dann der Knackpunkt des Spiels. Die Ratinger kamen zu weiteren guten Einschussmöglichkeiten, aber weder der junge Demir, noch Benny Heimes oder Max Beckmann wussten sie freistehend zu nutzen. Anders die Wülfrather, die trafen nun mit jedem Wurf und nahmen die Punkte mit. Deren Trainer Stefan Graedtke sagte: „Mit nur 22 Gegentoren kann man jedes Spiel gewinnen, und wir haben diese Punkte auswärts geholt. Alles super, auch wenn der Angriff nicht das brachte, was wir erwartet hatten.“ Da jammert der frühere Klasse-Keeper auf hohem Niveau.  Schweinsberg sagte: „Im Eins-gegen-Eins hatten wir einfach nicht die erhoffte Durchschlagskraft. Entscheidend waren freilich die vergebenen Chancen in der Endphase.“ Da hatte Wülfrath allerdings mit Kerim Genähr einen Klasse-Keeper zwischen den Pfosten. Graedtke: „Der Junge wurde bei der SG Flensburg-Handewitt ausgebildet. An dem werden wir noch viel Freude haben.“

Erfreuliches gibt es aber dennoch vom TV zu berichten. So ist der neu verpflichtete Mats Wiedermann eine echte Verstärkung. Trainer Jörg Schomburg hat früher mit dem 33-Jährigen zusammengespielt und ihn an den Europaring gelotst.

TV Ratingen: Sobotta, ab 31. Scholz – Metelmann 5, Antoniadis, Heimes, Hanneken 2, Wiedemann 10/4, Max Beckmann 3, Demir 1, Friedrichs, Schmidt 1, Czarnecki und Demming nicht eingesetzt. Zuschauer: 122.

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