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TV Ratingen empfängt in der Verbandsliga den HSV Dümpten

Handball : TV Ratingen muss im Kellerduell siegen

Die Handball-Verbandsliga ist bislang ein Alptraum für den TV: Verliert er Samstag auch gegen das ebenfalls punktlose Dümpten, wäre es der schwächste Saisonstart der Vereinsgeschichte. Ausreden gelten im Heimspiel aber nicht.

Er ist längst ein Alptraum, der Start des TV Ratingen in die Handball-Verbandsliga. Die ersten vier Spiele gingen komplett verloren, und zwar nicht knapp, sondern recht deutlich. Dabei waren die ersten beiden Gegner, daheim der Aufsteiger TB Wülfrath und dann der TB Solingen in dessen Halle, keine Spitzenteams. Auch diese beiden Mannschaften werden am Ende restlos froh sein, wenn sie die Liga überhaupt halten konnten.

So kommt auf die Ratinger am Samstag am Europaring ein Schlüsselspiel erster Güte zu, der ebenfalls noch punktlose HSV Dümpten ist zu Gast (17.30 Uhr). Für reichlichen Handball ist übrigens gesorgt, denn die Frauen (Verbandsliga) bestreiten das Vorspiel (15.30 Uhr) gegen den SV Wipperfürth, und am Abend, 19.30 Uhr, kämpft die Reserve gegen den TV Cronenberg um den Landesliga-Klassenerhalt und den ersten Saisonsieg.

Die vielen Handballfans des TV Ratingen dürfen überhaupt nicht daran denken, dass es eine erneute Pleite gibt. Es wäre der schlechteste Start der Vereinsgeschichte. Hinzu kommt, dass die Gäste aus Mülheim mit einem Mini-Kader anreisen werden. Schon vergangenes Wochenende, bei der Dümptener 20:28-Heimpleite gegen Überruhr, saßen gerade einmal zwei Wechselspieler auf der Bank, und viel besser dürfte es auch diesmal nicht aussehen, wie aus Mülheimer Kreisen zu hören ist. Aber das interessiert die Ratinger höchstens am Rande. Ihr mitspielender Co-Trainer Chris Schweinsberg kennt alle Gegner bestens, macht sich immer schlau darüber. „Ich bin beim Handball schließlich schon viel herumgekommen“, sagt der 33-jährige Spediteur. „Dadurch sind eine Menge Kontakte entstanden.“

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Diese Dümptener schätzt er erheblich stärker ein als es die Tabelle aussagt: „Dümpten hat in Marco Hoffmeister und Dominik Gernand eine starke Flügelzange, und auch Sven Helmich ist immer für viele Tore gut.“ Nicht dabei bei den Gästen ist Sven Fischer, er riss sich beim Spiel in Lintorf die Achillessehne.

Beim Turnverein wiederum sind alle erleichtert, dass Moritz Metelmann wieder auf 100 Prozent liegt. Im Training lief es beim am Anfang der Saison verletzten Torjäger richtig rund, und das lässt hoffen, dass die Mannschaft ganz anders auftritt als bisher. So fehlt nur Mats Wiedemann, seine Oberschenkelzerrung lässt keine Belastungen zu. „Dümpten deckt gerne sehr offen“, erklärt Schweinsberg, „wie man sich dabei verhält, das haben wir im Training ausgiebig geübt.“ Seine Mannschaft ist gefordert, die ersten Punkte müssen allein schon wegen des Heimvorteils her. Ausreden jeglicher Art gelten da nicht.