Frauenhandball, Verbandsliga TVR muss sich auf sich selbst konzentrieren

Ratingen · Die Ratinger Verbandsliga-Handballerinnen empfangen das punktlose Wipperfürth, hatten aber zuletzt selbst ernüchternde Ergebnisse. Das soll sich ändern, die Chancenverwertung muss besser werden.

TVR-Spielertrainerin Sandra Höfig (am Ball) in der Partie gegen den Bergischen HC II.

TVR-Spielertrainerin Sandra Höfig (am Ball) in der Partie gegen den Bergischen HC II.

Foto: Achim Blazy (abz)

Sandra Höfig warnt davor, den Gegner zu unterschätzen. Obwohl der SV Wipperfürth äußerst schwach in die neue Verbandsliga-Saison gestartet ist, hat die Handballerin des TV Ratingen (TVR) viel Respekt vor dem Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr, Gothaer Straße). „Natürlich haben die Wipperfürtherinnen noch keinen Punkt auf dem Konto, aber sie verfügen nach wie vor über eine sehr hohe Qualität. Ein Grund für den schlechten Auftakt waren sicherlich die großen Personalsorgen, wobei auch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben dürften. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Wipperfürth einen Platz im oberen Tabellendrittel am Saisonende belegen wird“, sagt die Ratinger Spielertrainerin.

Mit null Punkten steht der SV momentan auf dem zwölften Platz. Aufgrund zahlreicher Ausfälle musste er bereits das Spiel beim Niederbergischen HC (NHC) absagen, bevor er zuletzt gegen den ATV Biesel knapp mit 28:31 verlor. Die erfahrene Spielertrainerin Höfig betont: „Ich erwarte am Samstag keinen Selbstläufer. Bisher können wir noch nicht genau einschätzen, über welche Stärken und Schwächen die Wipperfürtherinnen verfügen. Dass wir unseren eigenen Plan durchziehen, wird dagegen entscheidend sein.“

Bisher lief für die Ratingerinnen, die mit 2:4 Punkten den neunten Rang belegen, nur wenig nach Plan. Die beiden Niederlagen gegen den Bergischen HC II (24:29) und beim NHC (21:22) waren ernüchternd. „Es ist kein Wunder, dass die Stimmung in der Kabine sehr schlecht war, nachdem wir auch beim NHC verloren haben. Natürlich hat der Schiedsrichter mehrere fragwürdige Entscheidungen getroffen, die jedoch insgesamt zum Nachteil beider Seiten waren. Wir müssen die Schuld nur bei uns suchen und es am Samstag besser machen“, fordert Höfig.

Während die Deckung schon ordentlich war, will der TVR unbedingt seine Chancenverwertung verbessern. In den letzten beiden Spielen ließ er jeweils rund 20 freie Würfe aus. „Wenn eine Spielerin drei Großchancen hintereinander vergibt, wird ihr Selbstvertrauen nicht unbedingt größer“, sagt Höfig. „Infolgedessen geraten wir in eine Negativspirale, durch die wir nicht mehr das zeigen, was wir eigentlich können.“ Allerdings spitzen sich die Personalprobleme weiter zu, denn die verletzten und erkrankten Spielerinnen Nina Schwerdtner, Noemi Möller und Marisa Kinscheck fallen sicher aus. Während Alina Bleich und Laura Kählers familiären Terminen nachgehen, absolviert Louisa Groß einen Marathon in Oslo. Höfig stellt fest: „Dennoch wollen wir am Samstag gewinnen.“

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