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TV Angermund II hat in der Landesliga eine gute Saison gespielt

Handball : Mentzen macht seine Hausaufgaben beim TVA II

Spielertrainer Peter Mentzen hat mit dem Aufsteiger TV Angermund II in der Handball-Landesliga eine gute Saison gespielt und plant nun die nächste. Nur Mike Kessel will eine längere Pause einlegen, und bei Lars Brümmer muss man sehen, wie sehr ihn seine neue Aufgabe als Trainer des Regionalligisten SG Langenfeld fordert. Der Rest bleibt.

Peter Mentzen ist Lehrer von Beruf. Der 32-jährige Ur-Lintorfer lehrt in Oberbilk, am Geschwister-Scholl-Gymnasium, und akkurates Arbeiten ist von daher schon oberstes Gebot. Und so handhabt er es auch als Handball-Spielertrainer des TV Angermund II. Im vergangenen Frühjahr führte er die Blau-Weißen in die Landesliga, er erstellte rechtzeitig für dieses höhere Umfeld eine durchaus taugliche Aufsteiger-Truppe, und der Liga-Erhalt war eigentlich schon zum Ende der Hinrunde mit Platz zwei (neunter Spieltag) gesichert.

Und auch jetzt hat der Coach seine Hausaufgaben bestens erledigt. Die Saison ist abgehakt, seine TVA-Reserve wurde beim vorzeitigen Saisonabbruch Neunter, und wirkliche Sorgen musste man sich trotz der Talfahrt zuletzt (vier Niederlagen) kaum machen. Die Routiniers Lars Brümmer und Benny Axning hätten schließlich in dieser Liga-Endphase wieder zur Verfügung gestanden. Axning musste im Oberliga-Kader aushelfen, und Brümmer zog sich eine üble Handverletzung zu. Axning ist definitiv ein wichtiger Grundstein für die neue Spielzeit, bei Brümmer wird man sehen müssen, wie er eingesetzt werden kann, da er zur neuen Saison Trainer des Regionalligisten SG Langenfeld wird. Er wohnt aber in Ratingen, die Wege nach Angermund sind kurz, er ist daher immer ein interessanter Mann für Mentzen.

Nur Mike Kessel legt eine längere Pause ein, mit dem Rest des Landesliga-Kaders hat Mentzen alles für die kommende Spielzeit abgeklärt: Alle bleiben dabei. Kessel, auch oft im Oberliga-Kader eingesetzt, Außenspieler, als Rechtshänder rechts wie links einsetzbar, will eine längere Pause einlegen. Dabei steht jetzt schon fest: Wird er gebraucht, steht der 28-jährige Ur-Angermunder umgehend zur Verfügung.

Mentzen verstand es, junge Spieler zu fördern. Der 18-jährige Jakub Jakubisiak bekommt schon erstaunlich viele Spielanteile, er bedankt sich dafür mit stets guten Leistungen und feinen Toren, und auch David Vonscheidt, aus dem Nachwuchsbereich von Mettmann Sport gekommen, 20 Jahre alt, konnte sich stets verbessern. Und dann das Torwart-Talent Tom Bartmann: Der 20-Jährige stammt wie Jakubisiak aus dem eigenen Nachwuchs. Es gibt einige am Freiheitshagen, die ihm die Nachfolge von Dominik Sieberin zutrauen. Der wechselt zurück zu seinem Stammverein SG Überruhr und hinterlässt natürlich in der „Ersten“ eine erhebliche Lücke. Gute Torleute sind nun einmal eine Rarität. Wobei Mentzen es viel lieber sehen würde, wenn er Bartmann weiter aufbauen könnte: „Aber sollte Tom im Oberliga-Kader benötigt werden, legen wir ihm keine Steine in den Weg. Dann muss ich mir einen neuen Keeper suchen.“ Der zweite Schlussmann bleibt Matthias von Hoegen, auch er, 25 Jahre alt, kommt aus dem eigenen Nachwuchs. Eigentlich hatte Mentzen für April/Mai einige interessante Spieler aus der Umgebung zum Probetraining eingeladen, aber, so Mentzen: „Das ist hinfällig. Wir müssen alles verschieben und die weitere Entwicklung abwarten.“

Da Mentzen als Lintorfer Junge in der Jugend beim TuS 08 gespielt hat, freut er sich, dass dessen Reserve künftig wohl in der Verbandsliga mitmischt. Die Truppe von Ralf Trimborn kennt er wie seine Westentasche, er schaut sich viele Spiele des Ex-Vereins an. Und sagt: „Wie diese Lintorfer Jungs sich in dieser schwierigen Verbandsliga 2 schlagen werden, da ist doch ganz Ratingen drauf gespannt.“ Vor allem natürlich er mit seinem Angermunder Umfeld. Elf Jahre spielt und trainiert er nun schon in der Angermunder Walter-Rettinghausen-Halle am Freiheitshagen.