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TuS 08 LIntorf verliert in der Verbandsliga 30:34 gegen SG Überruhr

Handball : TuS Lintorf verliert erneut zu Hause

In der Handball-Verbandsliga ist Überruhr zu stark für geschwächte Gastgeber aus Lintorf. Bei den Gästen überragt Ex-Bundesligaspieler Phillip Pöter, beim TuS helfen auch die zehn Tore von Sebastia Thole nicht. Tim Bauerfeld und Marius Haverkamp werden schmerzlich vermisst.

So wird es nichts mit dem ersehnten Wiederaufstieg in die Handball-Oberliga. Der TuS Lintorf bezog gegen die HSG Überruhr mit 30:34 (16:17) bereits die zweite Heimpleite der noch recht jungen Saison und steht nun erst einmal im bedeutungslosen Verbandsliga-Mittelfeld. Vor dem Wechsel ging die Führung hin und her, es war immer spannend, dann setzten sich die Gäste früh ab. Lintorf fiel 18:22 (36.), 20:26 (41.) und 22:29 (45.) zurück – die Vorentscheidung.

Der TuS 08 war auch in der Folgezeit restlos unterlegen. Wie befürchtet steuerte bei den Essenern Philipp Pöter, der frühere Bundesligaspieler, überaus geschickt das Angriffsgeschehen seiner Mannschaft aus der Mitte heraus, zudem war der 33-Jährige enorm deckungsstark. Fünf feine Tore von ihm, in der Regel aus der Distanz, kamen dazu. Lintorf hatte nicht die Spur einer Siegeschance.

Nach dem Abpfiff rätselte man am Breitscheider Weg, wieso das Team nach der Pause derart unterlegen war. Reiner Kahnt, Ex-Schiedsrichter und seit ewigen Jahren der Mann für das Kampfgericht: „Man sah, wie uns der Tim Bauerfeld derzeit fehlt. Mit ihm hätten wir fünf Tore weniger kassiert, und das hätte zum Punktgewinn reichen können“. Kapitän Marius Haverkamp saß krank auf der Tribüne, beruhigte aber: „Nach der Herbstpause bin ich wieder dabei.“ Unglaublich, wie er mitfieberte, wie er seine Mannschaft lautstark unterstütze, übrigens nicht unbedingt zur Freude der Schiedsrichter. Haverkamp: „Unser Abwehrspiel war viel zu fehlerhaft. 17 Gegentore allein im ersten Durchgang, wo wir noch mitgehalten haben, sagen alles. Das hat sich dann noch verschlechtert.“ Der 29 Jahre alte Banker ist Abwehrspezialist, allein deshalb ganz wertvoll für die Mannschaft, und er kann so etwas bestens beurteilen.

Co-Trainer Dirk Bauerfeld hatte eine derart schlechte Laune, dass man sie besser nicht beschreibt. Ihm ging man lieber aus dem Weg. Sein Chef Markus Wölke sieht alles gelassener und sagte: „Uns fehlten insgesamt fünf wichtige Spieler. Gegen einen so starken Gegner wie Überruhr ist das kaum zu verkraften. Egal, es wirft uns nicht um, die Mannschaft hat jetzt eine Woche totale Trainingspause, und das tut allen gut. Nur so lassen sich die vielen Wehwehchen auskurieren. Wir melden uns dann gestärkt zurück.“

TuS 08: Hallfeldt, Töpfer - Jan Klause 4, Friedrich 1, Pfeiffer 1, Lenzen 1, Wentzel 2, Greday 2, Diemers 1, Strunk 2, Lesch 4, Obermayer 2, Thole 10. Zuschauer: 280 (Saisonrekord).

(wm)