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TuS 08 Lintorf steht auf Rang fünf der Handball-Verbandsliga

Handball-Analyse : Lintorf greift 2020 wieder die Spitze an

Der TuS 08 Lintorf ist im Konzert der Großen der Handball-Verbandsliga wieder voll dabei, weil es unter seinen fünf Zugängen keinen Fehlgriff gab und er auswärts weiter unbesiegt ist. Im neuen Jahr kommt es direkt zum Top-Spiel gegen den Tabellenzweiten Bergischer HC II.

Die jüngsten drei Spiele in der Handball-Verbandsliga hat der TuS Lintorf gewonnen, auswärts sind die Grün-Weißen ohnehin unbesiegt und damit im Konzert der Großen wieder voll dabei. Es geht von Platz fünf aus in die Weihnachtspause. Dann, im Januar des neuen Jahres, stehen noch zwei Hinrunden-Spiele an. Es geht los mit einem Kracher. Am 11. Januar kommt der Tabellenzweite Bergischer HC II an den Breitscheider Weg (18 Uhr), und bei einem weiteren Sieg können die Lintorfer bis auf drei Punkte aufschließen.

Man ist nicht unzufrieden beim TuS 08. „Fünf neue Spieler sind gekommen, alles Jungs zwischen 19 und 22 Jahren“, sagt Trainer Markus Wölke. „Sie wollen sich bei uns weiterentwickeln. Wenn man einmal hinschaut, wie sie jetzt schon mithalten, dann können wir alle stolz darauf sein, was geleistet wurde.“ Ein Fehlgriff ist wirklich nicht dabei. Torwart Aaron Hallfeldt war gleich die Zuverlässigkeit in Person, Cedric Wenzel begeistert am linken Flügel, Jan Klause trumpft längst genauso couragiert auf wie sein Bruder Kai, der schon ein Jahr länger in Lintorf spielt. Und bald kommt auch der Solinger Linkshänder Philipp Becker dazu. Der 19-Jährige, vom Haaner TV gekommen, zog sich in der Vorbereitung eine üble Bänderverletzung zu, aber jetzt trainiert er endlich voll mit, und in der Rückrunde wird er sicherlich neben dem derzeit überragenden Routinier Christoph Lesch die rechte Seite verstärken. Und der aus der Reserve hochgezogene Daniel Gascon, ein 25 Jahre alter Spanier, ist beruflich arg strapaziert. Er steht wenig zur Verfügung, bekommt aber dennoch seine Einsatzzeiten, optimal freilich läuft es für ihn nicht.

„Wir müssten drei Punkte besser stehen“, sagt Wölke, der in Kettwig wohnende EDV-Spezialist einer Düsseldorfer Firma. Kürzlich wurde er 50 Jahre alt, es ist seine dritte Spielzeit bei den Grün-Weißen, und er ist ein echter Glücksgriff. Der erfahrene Coach weiter: „Gegen den TV Ratingen hatten wir einen sauschlechten Tag. Aber so etwas gibt es, wenn zwei Erzrivalen aufeinander treffen. Und in Wülfrath mussten wir sieben Stammkräfte ersetzen. Auch dort blieben wir von der Normalform weit entfernt. Aber wir haben ja auch starke Spiele geliefert, man denke nur an den Kantersieg in Kettwig. Es wird noch eine hoch dramatische Rückrunde geben.“

Nach dem genannten Heimspiel gegen die BHC-Reserve weiß man mehr am Breitscheider Weg. Es gibt weitere erfreuliche Dinge beim TuS 08. So ist der A-Junior Thierry Greday, übrigens ein echter Lintorfer Junge, jetzt schon nahezu fester Bestandteil der Verbandsliga-Mannschaft. Ebenso Jan Fassbender, auch ein A-Junior. Beide freilich nur, wenn sie nicht in der Jugend benötigt werden, denn die will schließlich ganz oben in der Regionalliga mitmischen.

Eine schwere Spielzeit ist es für Sebastian Thole. Längst weiß jeder in dieser Spielklasse, was dieser 23 Jahre alte Student aus Wuppertal drauf hat, wie hart er werfen kann, man kennt seine Sprunggewalt, ebenso seine Schnelligkeit in der Vorwärtsbewegung. Da ist immer diese fürchterliche Manndeckung angesagt. Die Gegner wissen, wie sie diesen 23-Jährigen erfolgreich bekämpfen können. Und Manager Kalle Töpfer sorgt sich um Tholes sportliche Zukunft. „Zahlreiche höher spielende Vereine sind hinter ihm her“, so der Ex-Profi. „Da können wir finanziell nicht mithalten. Wir wissen aber, wie wohl sich Sebastian bei uns fühlt und hoffen deshalb, dass er noch lange bei uns bleibt.“