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TuS 08 Lintorf muss City-Lauf wegen des Coronavirus absagen

13. Lintorfer City-Lauf : „Lintorf läuft“ – nur dieses Jahr nicht

Nach den Vorgaben des Innenministeriums zur Eindämmung des Coronavirus musste der TuS 08 Lintorf den 13. City-Lauf in seinem Ortsteil absagen. Einen Nachholtermin gibt es nicht. Das alles kostet den Klub rund 7000 Euro.

Am Sonntag, 19. April sollte es so weit sein, doch angesichts der Corona-Krise musste der TuS 08 Lintorf die 13. Auflage des City-Laufs in seinem Ortsteil absagen. Er folgt damit den Vorgaben der Landesregierung NRW von Freitag, 13. März, Veranstaltungen mit vielen Personen zu unterlassen. „Nach der bereits erfolgten Einstellung des gesamten Spiel- und Sportbetriebes in den Abteilungen und Fachbereichen des TuS 08 Lintorf sowie des Gesundheitszentrums TuSfit musste diese Entscheidung getroffen werden, da die Gesundheit und Sicherheit von Sportlern, Zuschauern und Helfern selbstverständlich vorgeht“, teilt der TuS mit und ergänzt: „Der weiteren Verbreitung des Coronavirus muss Einhalt geboten werden. Und wir in Lintorf tragen hierzu bei. Einen Nachholtermin wird es in diesem Jahr nicht geben, vermutlich im April 2021 werden wir dann den 13. Lintorfer City-Lauf haben.“

Vorstandsvorsitzender Detlev Czoske erklärt: „Wir wissen nicht, wann es weitergeht mit unserem normalen Leben, und wenn dann alle Veranstalter ihre Läufe nachholen wollen, haben wir jedes Wochenende drei Läufe zusätzlich zu Bauern- und Handwerkermärkten. Das ist nicht zu schaffen – die Wochenenden werden ja nicht mehr oder länger.“ Was die Absage des City-Laufs für den Ratinger Lauf-Cup (siehe Info-Kasten) bedeutet, ist derzeit noch unklar.

Die Startgebühren für die rund 100 Anmeldungen hatte der TuS 08 bislang nicht eingezogen und wird das natürlich auch nicht mehr tun, er muss sie demnach auch nicht zurückzahlen. „Die Sportler dürfen den Betrag aber gerne spenden und würden von uns darüber auch eine Spendenquittung bekommen“, sagt Czoske, der darauf verweist, dass sein Klub wie alle anderen auch eine „soziale Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, Auszubildenden und Übungsleitern“ habe, deren Gehälter ja trotz der Corona-Krise bezahlt werden müssen – und das mit dem unbekannten Faktor Zeit, der die Zwangspause ungewiss lange aufrechterhalten kann.

Neben den laufenden Kosten hat der TuS ohnehin schon einen Verlust gemacht, als er die Direktive des Inneministeriums umsetzte und den City-Lauf absagen musste: „Zum Beispiel waren Medaillen und Plakate schon fertig, so dass wir insgesamt rund 7000 Euro Vorlaufkosten haben, die wir nicht mit den Einnahmen aus dem Lauf gegenfinanzieren können“, sagt Czoske, der aber auch weiß: „Wir sind ja nicht alleine – das Problem haben gerade alle.“