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Eishockey: Thorsten Gries sorgt erst für Führung, dann für Wende

Eishockey : Thorsten Gries sorgt erst für Führung, dann für Wende

Die Ice Aliens verlieren vor 200 Zuschauern in Benrath gegen den Herforder EV mit 2:14. Das kanadische Trio ist einfach zu stark.

Die Ice Aliens geben den Kampf um den Klassenerhalt noch nicht vorzeitig auf. Zwar verloren sie gestern Abend gegen den Herforder EV mit 2:14 (1:2, 1:6, 0:6); aber sie machen sich noch Hoffnungen, die Punkte von der 5:8-Niederlage am Freitag in Neuss am Grünen Tisch zu erhalten, da die Neusser einen Spieler eingesetzt haben, der nicht auf dem Spielbericht stand. "Wir haben das in einem Zusatzbericht vermerkt", bestätigt Schatzmeister Rainer Merkelbach.

Gestern Abend höhnten die Herforder Fans zunächst: "Könnt ihr euch erinnern? 20 Stück, 20 Stück." Die hatten die Ratinger vor zehn Tagen in Ostwestfalen tatsächlich kassiert (7:20), wobei Torhüter Bastian Jakob damals indisponiert war. Er fehlte auch in Neuss, war aber gestern Abend zwischen den Pfosten und hielt seine Mannschaft zumindest ein Drittel lang im Spiel.

Die Aliens erwischten einen guten Start, spielten in der Defensive konzentriert und ließen gegen das kanadische Trio der Ostwestfalen kaum etwas zu. Thorsten Gries, der mal wieder dabei war, brachte die Rot-Weißen sogar in Führung. Aber der kleine Torjäger, der in dieser Saison so oft beruflich verhindert ist, sorgte auch für die Wende. Als er auf der Strafbank hockte, glichen die Gäste aus. Nur 48 Sekunden später klingelte es erneut im Ratinger Kasten.

Zuversichtlich kamen die Aliens aus der Pause und hofften in Überzahl auf den Ausgleich. Der Schuss ging nach hinten los. Nach nur sieben Sekunden bewies der Kanadier Sanders seine Klasse, erhöhte in Unterzahl auf 1:3 und brach den Aliens das Genick. Das Team war geschockt, kam nicht mehr ins Spiel und kassierte einen weiteren Unterzahltreffer zum 1:5. Spätestens jetzt war der Deckel drauf und die Hoffnung dahin, den Herfordern , die nur mit zwei Blöcken angetreten war, am Ende über die Kraft Paroli bieten zu können. All das zehrte so an den Nerven, dass sich Marc Höveler zwei Zehn-Minuten-Strafen abholte. Am Ende stand eine bittere, aber nicht entscheidende Niederlage. Denn der Kampf um Platz vier wird zwischen Grefrath und Ratingen entschieden.

(RP)