Tennis: Tennis-Oldies: Aufgerüsteter RTC greift nach dem Titel

Tennis : Tennis-Oldies: Aufgerüsteter RTC greift nach dem Titel

(asch) Am 25. September 1988 schlug Mikael Pernfors in Los Angeles gegen einen der ganz Großen des Welttennis auf: Auf der ATP-Tour gewann der Schwede damals gegen den US-Amerikaner mit 6:2, 7:5 einen seiner drei Turniertitel im Welttennis.

Am Sonntag wird es für den inzwischen 55-Jährigen eine Nummer kleiner. Dann nämlich könnte Pernfors mit dem Herren 50 des RTC nach dem Westdeutschen Meistertitel jagen, der am Ende der Tennis-Saison zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft berechtigt.

Ob die ehemalige Nummer zehn der Weltrangliste jedoch wirklich ab 11 Uhr gegen den TC Vennikel aufschlagen wird, steht noch in den Sternen. Denn die Ratinger haben ihr Seniorenteam ziemlich aufgerüstet. Neben Pernfors gehen Lionnel Barthez (Frankreich), Veli Paloheimo (Finnland), Franck Fevrier (Frankreich) und Martin Persson (Schweden) an den Start. Alles ehemalige Profis. Dazu kommen die Deutschen Marc Pradel, der gerade Deutscher Meister in der Halle wurde, sowie Matthias Müller-Seele, Guido Kegel, Chris Berger, Marc Kiwitt, Christian Leue, Michael Werker und Uwe Eigendorf.

„In der Liga gibt es vier, fünf Teams, die um den Titel mitspielen. Aber jeder, der Meister werden will, hat auch Ausländer am Start“, betont Mannschaftsführer Pradel. Da aber immer nur zwei Kontingentspieler pro Match auflaufen dürfen, ist hier Taktik gefragt. „Der Saisonverlauf wird davon abhängen, welches Team welche Ausländer zu welchem Zeitpunkt am Start hat“, sagt Pradel. Zu den Favoriten in der Liga zählt er neben Vennikel den Titelverteidiger Rot-Weiß Porz, Remscheid und Köln.