Eishockey Tegkaev erlegt die Füchse

Der Ratinger Stürmer erzielte zwei Tore und war maßgeblich am überraschenden 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)-Sieg der Ice Aliens gegen den haushohen Favoriten aus Duisburg beteiligt. Es war eines der besten Saisonspiele.

Die Ratinger Fans haben einmal mehr bewiesen, wie kreativ sie sind. Vor dem Spiel präsentierten sie eine sehenswerte Choreographie, mit der sie das 30-jährige Bestehen der Eishalle Ratingen würdigten. Und die zwei Dutzend Jugendlichen auf der Stehplatzgeraden gaben anschließend alles, um die angesichts der rapide gesunkenen Zuschauerzahl etwas vollmundige Bezeichnung als Hexenkessel einigermaßen zu rechtfertigen. Allerdings hatte die Mannschaft die lautstarke Unterstützung auch verdient, denn das Team rief diesmal eine gute Leistung ab.

Im Anfangsdrittel waren die Ratinger sogar die bessere Mannschaft, so dass die Führung durch einen herrlichen Rückhandschuss von Artur Tegkaev durchaus verdient war. Schade, dass der Ex-Ratinger Jan Taube noch vor der Pause im dritten Nachschuss ausglich.

Wer geglaubt hatte, der hohe Favorit von der Wedau werde im Mitteldrittel aufdrehen, sah sich getäuscht. Erneut waren es die Aliens, die die besseren Chancen hatten. Gries, Priebsch und Postma hätten bei wunderbaren Kontern in Unterzahl in Front bringen müssen, doch scheiterten sie auch am guten Torhüter Renkewitz. Doch dann war es Thorsten Gries, der im vierten Versuch in Unterzahl die hochverdiente 2:1-Führung erzielte. Mehr noch, bei Fischbuchs Schuss hatten die Fans schon den Torschrei auf den Lippen, doch Tausendsassa Renkewitz parierte abermals. Aufopferungsvoll kämpften die Aliens und überstanden auch ein fast zweiminütiges 3:5-Unterzahlspiel. Doch auch Kohmann glückte bei seinem Alleingang nicht der dritter Treffer.

Entscheidung im Schlussdrittel: Die Partie stand auf des Messers Schneide, war hart umkämpft. Und als die Duisburger energisch auf den Ausgleich drängten, kam der Pass von Torhüter Marco Dillmann zu Artur Tegkaev, der mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung sorgte.

Es war ein mitreißendes, begeisterndes Spiel der Aliens, die keinen Ausfall hatten. Neben dem soliden Debüt von Keeper Dillmann boten der kleine Verteidiger Willy Gross, der ebenfalls debütierte, und Thorsten Greis eine überragende Leistung.

(RP)