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Sven Wies will sich in Tallinn für Ironman Hawaii 2021 qualifizieren

Ironman in Estland : Triathlet Sven Wies startet in Tallinn

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind etliche Wettkämpfe abgesagt worden, zudem machte ein Fußbruch Sven Wies zu schaffen. Nun will sich der Triathlet in der Hauptstadt Estlands für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii im kommenden Jahr qualifizieren.

Er hatte schon befürchtet, dass es in seiner ersten Profi-Saison zu gar keinem Ironman-Wettkampf kommen würde, aber nun startet Sven Wies am morgigen Samstag in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, über die Distanzen 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. Der ehemalige Geschäftsstellenleiter des Handball-Regionalligisten SG Ratingen flog am Sonntag nach Tallinn und trainierte die Woche über vor Ort, Montag noch bei sehr angenehmen Bedingungen von 19 Grad Außentemperatur und Sonnenschein.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren etliche Veranstaltungen in diesem Jahr ausgefallen, somit hat Wies seit der Weltmeisterschaft auf Hawaii in 2019 keinen Ironman mehr bestritten. Zudem brach er sich bei einem Lauf an der Duisburger Sechs-Seen-Platte an einem unsicheren Gully den Fuß und riss sich dabei auch Bänder und Sehnen. „Da hat man immer ein paar kleine Zimperlichkeiten, wenn man fünf Wochen komplett beim Laufen raus war, aber ansonsten bin ich guter Dinge“, berichtet Wies aus Tallinn.

Der Ironman dort passte nun gut in seinen Trainingsplan, eigentlich hatte der 33-Jährige an diesem Wochenende vorgehabt, in Hamburg zu starten, doch der dortige Ironman war abgesagt worden. „Aufgrund der niedrigen Infektionszahlen in Estland und der sehr strikten Reisebeschränkungen der Regierung kann der Wettkampf hier aber stattfinden. Darum haben wir uns vor zwei Wochen entschieden, hier zu starten“, erklärt Wies. Das Ziel ist klar: „Ich werde natürlich versuchen, mich für Hawaii im kommenden Jahr zu qualifizieren, das Training ist trotz des Fußbruchs gut angelaufen“, sagt Wies.