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SV Hösel verliert Punkte und drei Angreifer

Fußball : SV Hösel verliert Punkte und drei Angreifer

Im Duell gegen Sparta Bilk kassieren die Gastgeber Gegentore en masse. Schlimmer noch als die 2:8-Klatsche wiegen für den Fußball-Bezirksligisten aber die verletzungsbedingten Ausfälle von drei wichtigen Stammkräften.

Die Packung für den SV Hösel war deftig: 2:8 (2:4) daheim gegen den weiter verlustpunktfreien Bezirksliga-Spitzenreiter Sparta Bilk. Aber was die Verantwortlichen vom Neuhaus erheblich mehr erschütterte, waren die schweren Verletzungen von drei wichtigen Offensiv-Stammspielern.

Den Angreifer Kevin Peuler erwischte es schon nach elf Minuten. Ohne gegnerische Einwirkung krümmte sich der 23-Jährige am Spielfeldrand. Jedwede Behandlung von Betreuer Christian Timp nutzte nichts: Muskelfaserriss im Oberschenkel. Dieser schwoll schnell dick an und wird für Peuler eine lange Spielpause mit sich bringen. Der zweite Angreifer, der vorzeitig ausschied, war Benny Schröder in der 75. Minute. Den Schützen zum 1:1 per Elfmeter erwischte es wieder am Knie, das ihn schon einmal zu einer zweijährigen Pause gezwungen hatte. Zum Schluss humpelte dann auch noch Sebastian Höfig vom Platz. Er knickte um und zog sich eine Bänderverletzung zu. Alle drei Offensivkräfte werden vorerst ausfallen. Bei Benny Schröder ist zudem zu befürchten, dass es für den 30-Jährigen das Aus in Sachen Fußball bedeuten könnte.

„Das ist ein ganz bitterer Tag für uns“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Schulte. Auch ihn interessierte es höchstens am Rande, dass Sparta Bilk haushoch überlegen gewesen war. Seine Höseler waren mit den acht Gegentoren noch gut weggekommen, schließlich pfiff der Schiedsrichter den Gästen zwei Tore ab, die wohl nur er im Abseits gesehen hatte.

Immerhin verlief die erste Halbzeit recht spannend: Zweimal konnten die Hausherren die Führung des Tabellenführers ausgleichen. Zunächst durch Schröders Elfmeter – Alex Schulze hatte ihn herausgeholt – und dann beim 2:2 durch Max Esken. Der bekam von Benny Schröder ein Zuspiel geliefert, was Fußballer stets als „Zuckerpass“ bezeichnen. Aber später stürmte nur noch Sparta Bilk.

Mark Rueber, Hösels sportlicher Leiter, und der Boss Jürgen Kötte steckten die Köpfe zusammen, als die zweite Hälfte lief: Bilk spielte haushoch überlegen, es stand 2:6.

Rueber: „Sparta ist bärenstark, spielt ständig tolle Diagonalpässe. Da kommen wir nicht gegen an.“ Kötte: „Als wir zum 2:2 ausgleichen konnten, hoffte ich, das Spiel damit lange offen zu halten. Aber nach der Pause war nichts mehr drin. Dennoch, es kommen auch noch schwächere Gegner. Da müssen wir die zum Ligaerhalt nötigen Punkte einfahren.“

Am kommenden Sonntag kommt der VfL Jüchen an den Neuhaus, Heimrecht für die Blau-Weißen. Wie Trainer Senad Hecimovic dann seine Offensive aufstellen will, bleibt vorerst sein Geheimnis. Mit den drei genannten Angreifern ist jedenfalls langfristig nicht zu rechnen.