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Fussball: SV Hösel geht euphorisch in die neue Saison

Fussball : SV Hösel geht euphorisch in die neue Saison

Der Kader des letztjährigen Tabellendrittel der Kreisliga wurde noch einmal verstärkt, das Ziel ist der Aufstieg.

(wm) So euphorisch ist der SV Hösel ewig nicht mehr in die neue Fußballsaison gestartet. „Unter unserem Trainer Senad Hecimovic haben wir in den letzte beiden Jahren in der Kreisliga A die Plätze fünf und drei geholt“, sagt dazu Betreuer Dirk Kiontke. „Da können wir jetzt nicht hergehen und tiefstapeln. Jetzt wollen wir ganz eng dabei sein im Kampf um den Meistertitel.“ Geschäftsführer Wolfgang Schulte, seit über drei Jahrzehnte bereits im Amt, geht noch einen Schritt weiter und sieht seine neue, erheblich verstärkte Truppe als Meisterschaftsfavorit. Solch mutige Prognosen sind gerade vom ihm ganz schwer zu entlocken.

Hecimovic ist noch bis Sonntag in Urlaub. Er weilte zunächst in seiner Bosnischen Heimat, nun genießt er die Sonne im Kroatien. „Aber irgendwie freue ich mich längst, bald wieder bei der Truppe zu sein“, sagt der 36 Jahre alte frühere Profi-Torwart des VfL Bochum. Sein Höseler Vize-Chef Markus Mayer hat zudem ganze Arbeit geleistet und Max Heckhoff, den früheren Oberligaspieler (TV Kalkum-Wittlaer, VfB Speldorf), für die Abwehr verpflichtet. Eigentlich wollte der 28-Jährige zurück zu seinem Stammverein RW Lintorf, aber die Turbulenzen der letzten Wochen dort haben ihn zum Umdenken gezwungen. Hösels Neuzugang Florian Stoll, von 04/19 II gekommen, ist in Düsseldorf Heckhoffs Arbeitskollege. Und Stoll konnte ihn überzeugen, dass der SV Hösel der ideale Verein ist. „Mit dem Max verfügen wir jetzt über eine bärenstarke Abwehr“, freut sich Kiontke auf die kommenden Aufgaben.

Was noch für eine erfolgreiche Spielzeit am Neuhaus spricht: Kein Stammspieler des Tabellendritten der letzten Saison, der in den letzten 15 Spielen ungeschlagen blieb und den aufstiegsberechtigenten zweiten Platz dennoch knapp verfehlte, hat den Club verlassen. Sogar den großen Torjäger Benny Schröder konnten die Blau-Weißen am Neuhaus halten. Ob der 28-Jährige aus Oberhausen jemals nach seiner schweren Knieverletzung noch einmal Fußball spielt, ist fraglich, aber nun ist er neben Mark Rueber als Team-Manager ganz nah dabei.

Ein gewaltiges Problem freilich muss bewältigt werden: Der Sportpatz am Neuhaus wird erneuert. Es kommt ein neuer Kunstrasen drauf. Und es wird August, bis der bespielbar ist. Nun geht es zu Training und Spiel nach Breitscheid und Heiligenhaus. Erstes Training ist am Sonntag um 11 Uhr in Breitscheid unter Co-Trainer Andreas Densborn. Die Nachbarvereine haben umgehend ihre Hilfe zugesagt. Das erste Testspiel des SVH ist am 13. Juli in Breitscheid, 16 Uhr, es kommt der Concordia Wiemlinghausen. Die spielen in der Westfalenliga. Im Vorjahr beim Trainingslager in Olpe haben sich die Vereine angefreundet und nun wollen sie den sportlichen Test. Ein netter Abend anschließend ist unumgänglich, wie man es von den Höselern halt so kennt. Die Gäste kommen mit einem Bus, da kann nichts passieren.

Überhaupt haben die Höseler sich interessant verstärkt. Der immer sympatisch auftretende Marcel van Bonn will auch mit seinen 38 Jahren noch nicht aufhören, bei seiner alten Mannschaft 04/19 II setzte man auf jüngere Spieler und die Höseler nahmen ihn mit offenen Armen auf. Auch Alex Schulze und Julius Wrede kommen aus dem Keramag Sportpark. Ihre Stärken liegen in der Defensive.