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Volleyball: Stefanowski brachte die Wende

Volleyball : Stefanowski brachte die Wende

Nach einem 0:2-Rückstand siegt Volleyball-Regionalligist SG Ratingen/Düsseldorf gegen Human Essen II mit 3:2. Die Ratinger sind nun Vierter. Der Platz berechtigt zum direkten Aufstieg in die neue dritte Liga.

Daniel Reitemeyer, Trainer der SG Ratingen/Düsseldorf, sprach vor dem Heimspiel gegen VV Human Essen II von einer "schweren Ausgangslage". Für den Regionalligisten aus Ratingen war ein Sieg Pflicht, wenn der Anschluss an die Aufstiegsplätze gehalten werden sollte, im Falle einer Niederlage würde sogar die Relegation drohen. "In der Liga ist auch vier Spieltage vor Schluss noch alles sehr eng, wir haben es aber selber in der Hand", sagte der Coach vor dem Spiel.

Seine Mannschaft startete entsprechend nervös ins Spiel und zeigte in der Anfangsphase ungewohnte Schwächen in der Annahme und im Angriff. Die abstiegsgefährdeten Gäste zeigten ihrerseits gute Aufschläge und gewannen den ersten Satz auch in der Höhe verdient mit 25:16.

Sein Elan reißt die anderen mit

Auch im zweiten Satz konnten sich die starken Essener schnell eine komfortable Führung erspielen (3:8), die zusehends verzweifelteren Hausherren bekamen kein Bein auf den Boden. Erst die Einwechslung von Außenangreifer Christian Stefanowski brachte die Wende: Mit guten Angriffsaktionen und starkem Einsatz avancierte der 30-Jährige zum emotionalen Leader und führte seine Mannschaft zurück ins Spiel. Punkt für Punkt holten die Ratinger auf, trotzdem konnten die Gäste den vorher herausgespielten Vorsprung zum 25:22-Satzgewinn retten. Trotz 0:2-Satzrückstandes schien der Knoten nun geplatzt zu sein.

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Der dritte Durchgang begann mit zwei spektakulären Blöcken von Diagonalangreifer André Mayer, die Spieler der SG waren endlich aufgewacht. Die Annahme klappte nun besser, Zuspieler Tim Kartheuser konnte das Spiel nun deutlich variabler gestalten und es entwickelte sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Auch die Essener zeigten weiterhin guten Volleyball und konnten sich mit spektakulären Abwehraktionen lange im Spiel halten. Den dritten Satz konnten die Gastgeber aber dann mit 25:22 für sich entscheiden.

Der vierte Satz warf allerdings Fragen und Zweifel auf. War die Kampfleistung zu groß gewesen? Setzten sich die konditionellen Vorteile der deutlich jüngeren Gäste nun durch? Danach sah es zu Beginn aus, denn schnell lagen die Hausherren mit 6:10 hinten. Doch dank einer taktischen Meisterleistung kämpften sich die Spieler um SG-Kapitän Marc Piskun ins Spiel zurück und wurden mit dem 15:15-Ausgleich belohnt. Dann war es der bis dahin eher unauffällig spielende Piskun, der seiner Mannschaft mit seinen gefürchteten Sprungaufschlägen den 25:21-Satzgewinn bescherte — 2:2, der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.

15:8 im Tiebreak

Anders als in der Vorwoche gegen den TuB Bocholt, als die Ratinger den entscheidenden fünften Satz abgeben mussten, konnten sie den Tiebreak diesmal deutlich mit 15:8 für sich entscheiden. Die Hausherren belohnten sich damit selbst für ihre Aufholjagd. Nach fast zwei Stunden Spielzeit fielen sich die Spieler erschöpft und zufrieden in die Arme.

Die Ratinger profitierten außerdem von der 1:3-Niederlage des Konkurrenten Bonn und eroberten damit Platz vier der Tabelle. Der Aufstieg in die dritte Liga ist damit greifbar nah. "Ich bin sehr zufrieden, die Jungs haben unglaublichen Kampfgeist gezeigt", sagte Reitemeyer erleichtert. "Drei Spiele haben wir noch, die wollen wir natürlich alle gewinnen."

(hui)