Lokalsport: Starke Ice Aliens stürmen in das Halbfinale der Play-offs

Lokalsport : Starke Ice Aliens stürmen in das Halbfinale der Play-offs

Im entscheidenden Viertelfinalspiel gegen Hamm siegt der Eishockey-Regionalligist 5:3 (2:2, 3:0, 0:1). Nun geht's gegen Diez-Limburg.

Die Ice Aliens haben es geschafft: Sie stehen im Halbfinale der Play-offs in der Eishockey-Regionalliga. Die Mannschaft um Kapitän Dennis Fischbuch knüpfte fast nahtlos an den starken Auftritt von Sonntag (4:0 in Hamm) an und schlug den Vorjahresmeister vor 504 Zuschauern 5:3 (2:2, 3:0, 0:1). Im Halbfinale wartet nun ab Freitag der Vorrundenmeister Diez-Limburg, der sich gegen Lauterbach durchsetzte. Grundstein für den Sieg war ein starkes Mitteldrittel, viele gewonnene Bullys - und ein unglaublich effektives Powerplay. Sobald die Aliens mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, schnürten sie die Eisbären regelrecht vor ihrem Tor ein. So war es nur folgerichtig, dass allein die Treffer zwei bis vier in numerischer Überzahl fielen.

Dabei sah es nach einem so sicheren Erfolg im ersten Drittel noch gar nicht aus. Schuld daran war die Schludrigkeit in der Aliens-Abwehr. Denn die Ratinger kontrollierten zwar das Spiel, waren in der Defensive aber etwas zu sorglos. Und so lag das Team von Trainer Achim Johnigk erstmal zurück: Nach einem Distanzschuss ließ der ansonsten starke Torhüter Christoph Oster den Puck unglücklich abprallen - Martin Benes bedankte sich mit dem 0:1. Doch quasi im Gegenzug fiel der Ausgleich. Lorenzo Maas schickte Tim Brazda mit einem Traumpass auf die Reise. Der Stürmer schob den Puck durch die Beine von Torhüter Sebastian May. Auch das 1:2 folgte auf einen Abwehrfehler. Die Ratinger Mannschaft war viel zu weit aufgerückt. Doch in der allerletzten letzten Sekunde (!) vor Ende des Drittels fiel noch der Ausgleich: In Überzahl spielten die Aliens Benjamin Hanke mustergültig frei - er hämmerte den Puck zum Ausgleich ins Netz.

Obwohl die Aliens im Mittelabschnitt sofort die Initiative übernahmen, dauerte es bis zur 32. Minute, bis die Gastgeber erstmals in Führung gingen. Während Ratingen in Überzahl das Tor von May unter Dauerbeschuss nahm, landete der Puck irgendwie auf dem Schläger von Thomas Dreischer - der hebelte ihn mit der Rückhand ins Netz. Stichwort Dreischer: Der Stürmer rückte für den verletzten Milan Vanek (fällt voraussichtlich bis Saisonende aus) in die erste Reihe und wirbelte dort mit Fischbuch und Stepan Kuchynka.

Die Eisbären machten es den Aliens allerdings auch leicht. Sie agierten insgesamt erstaunlich passiv - und kassierten vor allem reihenweise unnötiger Strafzeiten. Das rächte sich. In der 37. Minute erzielte Fischbuch das 4:2, nachdem Dominik Scharfenort den Puck zuerst mit einem Hechtsprung im Angriffsdrittel hielt und ihn dann aufs Tor brachte. Und das 5:2 erzielte Dustin Schumacher von der "Blauen" - Tim Brazda hatte den Schläger noch entscheidend in den Schuss reingehalten.

Weil die Aliens im Schlussdrittel noch einiges dafür taten, das Strafzeitenkonto auszugleichen, kamen die Hammer doch noch zum Anschlusstreffer. Eisbären-Trainer Ralf Hoja zog fünf Minuten vor dem Ende seinen letzten Joker und nahm Torhüter May vom Eis, aus der Distanz schlug der Puck zum 5:3 ein. Dabei blieb es jedoch - und so feierte am Ende eine Ratinger Jubeltraube auf dem Eis den verdienten Halbfinaleinzug.

(RP)
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