Eishockey: Starke Aliens unter Wert geschlagen

Eishockey : Starke Aliens unter Wert geschlagen

Der Eishockey-Oberligist verlor trotz einer guten Leistung am Ende deutlich mit 1:9 beim Tabellenführer Duisburg. Trainer Alexander Jacobs konnte mit vielen Entscheidungen der Schiedsrichter gegen sein Team nichts anfangen.

Alexander Jacobs wusste nach dem Abpfiff in der Duisburger Eishalle wohl nicht so recht, ob er sich nun freuen oder doch besser ärgern sollte. Während der niederländische Eishockeylehrer auf dem Weg von der Bank zur Mannschaftskabine seinen Spielern für ihre gute Leistung noch zufrieden auf die Schultern klopfte, haderte er im Anschluss daran schon wieder mit den Unparteiischen. "Duisburg war spielerisch überlegen und hat auch verdient gewonnen. Aber Sieg war, gemessen an unserer Leistung, zu hoch. Ich kann einige Schiedsrichter-Entscheidungen wie etwa die vor der zweiten Strafe gegen uns oder auch beim vierten Tor der Füchse nicht nachvollziehen", sagte Jacobs enttäuscht.

Obwohl sich die Außerirdischen in der vierten Begegnung mit dem Ligaprimus aus Duisburg am Ende deutlich mit 1:9 (0:3; 1:4; 0:2) geschlagen geben mussten, wurde das Ergebnis dem Verlauf der Partie wirklich nicht gerecht. So zeigten sich die Aliens gegenüber dem letzten Auftritt an der Wedau noch einmal klar verbessert und demonstrierten ihr neues Selbstbewusstsein gleich zu Beginn des Spiels mit einer Torchance durch Marc Höveler. Drei Tore infolge von zumindest umstrittenen Strafzeiten führten die vom Ratinger Offensivdrang zunächst noch irritierten Füchse aber endgültig auf die Siegerstraße.

Die Außerirdischen hielten insgesamt durchaus gut mit. In der 13. Minute war allerdings selbst der ansonsten herausragende Aliens-Torhüter Bastian Jakob machtlos, als Raphael Joly nach einer Strafe gegen Jan-Philipp Priebsch den ersten Füchse-Treffer erzielte. In den Spielminuten 17 und 19 waren es ebenfalls Strafen gegen die Aliens, die den Duisburgern weitere Schützenhilfe gaben und denen jeweils prompt ein weiteres Powerplay-Tor der favorisierten Füchse folgte. Mit einer 3:0-Führung im Rücken erhöhten die Gastgeber im zweiten Abschnitt den Druck auf die frech aufspielenden Aliens und erzielten direkt das 4:0 (21.), das trotz eines unklaren Einschlags an der Querlatte anerkannt wurde - eine Entscheidung, die Jacobs heftig kritisierte: "Ein klares Tor hat da wohl nur der Schiedsrichter gesehen. Für uns war mit dieser Entscheidung das Spiel gegen eine Mannschaft wie Duisburg gelaufen."

Es folgten noch zwei weitere Tore der Füchse, ehe Benjamin Musga auf Zuspiel von Jan Nekvinda und Jan-Philipp Priebsch mit dem 1:6 den Ehrentreffer für die Aliens markierte (34.). Gegen Ende schafften es die Ratinger trotz einiger sehenswerter Einzelaktionen nicht mehr, den Füchsen noch einmal wirklich gefährlich zu werden. Vielmehr mussten sie noch drei weitere Treffer - einmal wieder in Überzahl - bis zur Schluss-Sirene hinnehmen.

(hlos)
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