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Stadt Ratingen stellt klar: SG Ratingen darf nicht in die Halle

Handball-Regionalliga Nordrhein : Landesregierung nennt Training für SG unzulässig

Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Ratingen wurde am Dienstag der Antrag, den Regionalliga-Handballern der SG Ratingen die Rückkehr in die Halle zu genehmigen, kassiert. Nach heutiger Rechtslage sei auch die Aufstiegsrunde zur Dritten Bundesliga unzulässig, findet die Staatskanzlei.

Leicht gemacht hat es sich die Verwaltung der Stadt Ratingen sicher nicht – über keinen anderen Tagesordnungspunkt vorher wurde im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag länger geredet als über Punkt 6a. Der beinhaltete Kostenpflichtiger Inhalt den Antrag der Bürger-Union, den die FDP unterstützte, den Regionalliga-Handballern der SG Ratingen Hallentraining zu genehmigen, damit diese möglichst gut vorbereitet in die Aufstiegsrunde zur Dritten Bundesliga gehen können, die vom Verband Nordrhein für das Wochenende 11. bis 13. Juni angedacht ist. Nach den Ausführungen von Bürgermeister Klaus Pesch und seinem Beigeordneten Harald Filip blieb Rainer Voigt, dem Vorsitzenden der Bürger-Union, nach rund einer halben Stunde nur dies: „Aufgrund dieser Erkenntnisse ist der Antrag in dieser Form nicht aufrechtzuerhalten. Wir werden ihn nicht zur Abstimmung bringen.“

Vorausgegangen war eine klare Botschaft: „Coronaschutz ist Coronaschutz und unzulässig ist unzulässig“, formulierte Pesch und berichtete: „Ich habe Staatssekretärin Andrea Milz zu dem Thema kontaktiert. Daraufhin habe ich kurzfristig von ihrem Abteilungsleiter die Antwort erhalten: Sogar die Durchführung dieser Spiele (der Aufstiegsrunde, Anm. d. Red.) ist nach heutiger Rechtslage unzulässig.“ Und damit auch das Hallentraining dafür.

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Dass die möglichen Kontrahenten der SG, der OSC Rheinhausen und TuSEM Essen II, sehr wohl in der Halle trainieren, sei kein Grund, über Recht und Gesetz hinweg zu gehen. „Vielleicht haben Nachbarstädte auch Scheuklappen auf einem Auge auf, aber ich bin nicht dafür da, in Essen, Duisburg oder Düsseldorf die Einhaltung der Coronaschutz-Verordnung zu kontrollieren“, sagte Pesch und ergänzte: „Ich habe keine Idee, was ich denen erklären soll, die Bußgelder wegen Verstößen zugeschickt bekommen, wenn ich eine Ausnahme genehmige, von der die Landesregierung klar sagt: Das ist unzulässig.“

Einen Kostenpflichtiger Inhalt ausführlichen Bericht finden Sie hier.