Fussball: SSVg-Trainer tritt nächste Woche an

Fussball: SSVg-Trainer tritt nächste Woche an

Imre Renji ist diese Woche im Urlaub – ab Dienstag wird er Heiligenhaus trainieren.

(wm) Zu gerne hätte sich Imre Renji umgehend in seine Aufgabe gestürzt als neuer Fußballtrainer der SSVg Heiligenhaus. Aber längst war ein Tennis-Urlaub in der Türkei gebucht, mit Turnierteilnahme und Trainerstunden, und den gönnten ihm alle rund um die Talburgstraße. Der 41-Jährige soll schließlich völlig entspannt und gut erholt diese schwierige Aufgabe, den Landesliga-Abstiegskampf, angreifen. Am Wochenende ist der Tabellen-Drittletzte ohnehin spielfrei und so tritt Renji am 16. Oktober sein Amt an. Das Heimspiel gegen den VSF Amern am 21. Oktober ist sein Debüt.

Renji wohnt mit seiner Lebensgefährtin und der 14 Jahre alten Tochter in Düsseldorf (Düsseltal). SSVg-Boss Heinz Dedenbach erinnerte sich an ihn, vor 20 Jahren war Renji Torwart an der Talburgstraße. Die beiden hatten immer noch lose Kontakte und als nun der Heiligenhauser Anruf kam, da war der frühere Torwart, der aber auch als Feldspieler (Sechser) bis zur Regionalliga aktiv war, auf Anhieb Feuer und Flamme. Die SSVg Velbert (Oberliga) war bis zu diesem Sommer seine letzte Trainerstation.

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Zunächst einmal wurde die Frage des Co-Trainers geklärt. Gizm Rexhaj, der die Mannschaft zuletzt zum zweiten Saisonsieg führte (4:1 in Vohwinkel), bleibt im Amt. „Das ist gut“, so Renji, „Gizm kennt die Mannschaft genau, er ist schon viele Jahre im Verein und ich höre genau hin, was er zu sagen hat.“ Denn seine Schützlinge kennt der neue SSVg-Coach noch nicht. „Einige Namen sind mir geläufig, aber viel mehr weiß ich noch nicht darüber. Das wird sich schnell ändern.“ Er ist in Serbien geboren und zweisprachig aufgewachsen: Serbisch und Ungarisch. Als Siebenjähriger kam er nach Deutschland, Hagen wurde seine neue Heimat, dort begann er auch mit dem Fußballspiel, dann orientierte er sich sportlich Richtung Wuppertal. Beruflich ist er im Vertrieb für eine internationale Firma tätig, die Sicherheitsschuhe herstellt.

Die sportliche Lage in Heiligenhaus hat er immer verfolgt, auch den nun entstandenen Abstiegskampf. „In dieser Lage muss man Ruhe bewahren, das ist auch mit der Vereinsführung besprochen“, erklärte er. „Es werden, schließt man den Sieg in Vohwinkel aus, zu wenig Tore geschossen. Daran müssen wir arbeiten. Die Balance, das Spiel von hinten heraus, muss verbessert werden. Hinten stand die Mannschaft recht ordentlich, aber anschließend wurde zu wenig bewegt.“ Ganz Niederberg ist nun gespannt auf die künftige Entwicklung des Traditionsvereins. Der Abstiegskampf ist schließlich kein Neuland, bisher wurde er immer souverän gemeistert. Es ist mit vier Absteigern zu rechnen, zwei Punkte Rückstand sind es zum ersten Nichtabstiegsplatz. Dort steht der FSV Vohwinkel.

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