Fußball, Kreisliga A Karakitsos lässt SSVg in doppelter Unterzahl spät jubeln

Ratingen/Heiligenhaus · Der Spitzenreiter der Wuppertaler Kreisliga A, die SSVg Heiligenhaus, besiegt Hellas nach zwei Platzverweisen noch mit 2:1. Rot-Weiß Lintorf und ASV Tiefenbroich verlieren in der Düsseldorfer Staffel.

 Christos Karakitsos (rechts) erzielte in letzter Minute den Siegtreffer für die dezimierte SSVg Heiligenhaus gegen Hellas Wuppertal.

Christos Karakitsos (rechts) erzielte in letzter Minute den Siegtreffer für die dezimierte SSVg Heiligenhaus gegen Hellas Wuppertal.

Foto: Achim Blazy (abz)

„Ich bin rundherum stolz auf meine Mannschaft“, sagte Daniel Reuter, der Fußballtrainer der SSVg Heiligenhaus, jubelnd. „Mit nur noch neun Feldspielern den Gegner zu schlagen, das ist schon unglaublich.“ Das war geschehen: Es stand 1:1 im Heimspiel der Wuppertaler Kreisliga A der SSVg gegen Hellas Wuppertal, da stellte der Schiedsrichter Reiner Gohres Mitte der zweiten Hälfte die Heiligenhauser Deniz Top und Hasan Asrihi vom Platz. In einer Rudelbildung wollte der Unparteiische etwas gesehen haben, was nicht den Regeln entspricht. Es warf den Tabellenführer nicht aus der Bahn. In der letzten Minute leitete Antonios Sverkos noch einen Angriff ein, und Christos Karakitsos schloss ihn zum 2:1 ab. Diese beiden Offensivkräfte hatte Reuter vorher erst eingewechselt. Also Endstand 2:1, der 16. Sieg im 18. Spiel in der Bergischen Kreisliga A war eingefahren.

SSVg: Aust – Aktas, Günduz, Asrihi, Top, Mustafa Ali-Khan, Aydar (46. Yalcinkaja), Bektas (46. Karakitsos), Muido, Schmidt (80. Sverkos), Schuh. Tore: 1:0 Schmidt (33.), 1:1 (55.), 2:1 Karakitsos (90.).

Die Abstiegsgefahr hat sich bei Rot-Weiß Lintorf wieder vergrößert. Beim DSC 99 hielten die RWL-Kicker zwar eine Stunde ordentlich mit, es hieß 1:1, aber in den letzten 30 Minuten hatte der DSC erheblich mehr zuzusetzen, und Lintorf unterlag 1:4. „Wir haben einfach zu viele verletzte Spieler“, sagte dazu Co-Trainer Theo Momm. „Vier bis sechs Ausfälle sind inzwischen normal. Aber der DSC spielt auch einen guten Fußball, das müssen wir anerkennen.“ Die stärkste Phase hatte seine Truppe vor dem Wechsel, da erzielte der junge Marco Trebo auch den 1:1-Ausgleich. Für den 19 Jahre alten Außenspieler war es das dritte Saisontor.

RWL: Apel – Weber, Krüger, Aurang (5. Maiwald), Rüssmann (68. Reinhard), Sven Meyer, Hartmann, Kugathasan, Trebo, Sakiri (68. Pandjic), Menzler. Tore: 1:0 Steiner (19.), 1:1 Trebo (41.), 2:1 Steiner (59.), 3:1 Ryboth (64.), 4:1 Maiwald (79./ Eigentor). Zuschauer: 50. Schiedsrichter: Marcel Benedix. 

Der ASV Tiefenbroich schlug sich achtbar bei der SG Benrath-Hassels, die Niederlage beim neuen Spitzenreiter, die mit 0:2 gnädig ausfiel, schmerzt nicht. Sie war einkalkuliert. Allerdings müssen die Blau-Weißen weiter im Keller verharren. „Wir hatten am Samstag eine exzessive Weihnachtsfeier, draußen im Zelt, es war herrlich“, erzählte Trainer Bernd Kunda. „Aber das machte den Jungs nichts aus. Sie hielten munter mit, und mehr als die beiden Treffer konnte die SG Benrath nicht bewegen.“ Am Sonntag kommt der FC Bosporus an die Sohlstättenstraße, 15 Uhr, dann soll die Talfahrt mit zuletzt vier Niederlagen gestoppt werden.

ASV: Frohnhoff – Reisgies (56. Lentzen), Maerz, Bormann (38. Mulligan), Weisz, Aktag, Aksoy (65. Lang), Winiarz, Kohmann, Aslangirei (65. Argow), Yacvuz (65. Kunda). Tore: 1:0 und 2:0 beide Adin Civa. Schiedsrichter: Sam Zergan vom DSC 99. Zuschauer: 40.‑

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