SSVg Heiligenhaus bleibt punktloses Schlusslicht der Bezirksliga

Fußball : SSVg unterliegt auch im Kellerduell

Das Bezirksliga-Schlusslicht verliert sein Heimspiel gegen den ASV Wuppertal 0:3. Rücktrittsgedanken gibt es im Trainerteam trotz sechs Niederlagen aus ebenso vielen Spielen nicht, der Vorstand ist auch froh, dass er das Duo gefunden hat.

Nichts deutet derzeit darauf hin, dass die SSVg Heiligenhaus die Bezirksliga halten kann. Das Kellerduell gegen den ASV Wuppertal verlor der Landesliga-Absteiger klar 0:3 (0:2) und konnte auch im sechsten Punktspiel nichts Zählbares einfahren. Die Tabellenlage (Schlusslicht) bleibt unverändert.

„Wir hatten uns für dieses Sechs-Punkte-Spiel ungemein viel vorgenommen“, sagte Trainer Monrem Orahhou, „aber die Mannschaft kam damit irgendwie erneut nicht klar. Das Abwehrspiel verlief fehlerhaft, und die Angriffe wurden viel zu oft überhastet und durchsichtig vorgetragen. Und dann hatten die Wuppertaler unendliches Glück. Sie haben mit ihren Verteidigern mehrfach auf der Linie gerettet und landeten dadurch einen derart wichtigen Auswärtssieg.“ Den Keller hat der Traditionsverein aus der Schwebebahnstadt jedenfalls erst einmal verlassen. Und wie sieht es bei der SSVg nach diesem Total-Fehlstart im Trainerstab aus? Rücktrittsgedanken? „Die gibt es nicht“, beteuert Orahhou, der 44-jährige gebürtige Heiligenhauser. „Auch bei Mehmet Ali Aydemir nicht, meinem Mittrainer. Wir sind gleichberechtigt. Wir haben diese Aufgabe angenommen, wir wussten, wie schwer es wird, und dazu stehen wir unverändert.“ Der Heiligenhauser Vorstand ist froh, dass man diese beiden Idealisten gefunden hat.

Die ersten beiden Gegentreffer gehen auf das Konto von Innenverteidiger Hassan Asrihi. Beim 0:1 stand er unglücklich, beim 0:2 verursachte er einen Elfmeter. Er hatte den Ball schon erobert, machte dann damit einen Schlenker und trat seinen Gegner um. „Den Elfmeter muss der Schiedsrichter geben, keine Frage“, sagte Orahhou. Ertugrul Usta aus Duisburg leitete fehlerfrei, auch die SSVg war mit ihm hochzufrieden.

Die zweite Hälfte bestand in der Regel aus Heiligenhauser Angriffen, aber der ASV engte hinten die Räume ein und wartete geduldig auf Konterchancen. Eine davon wurde in der vorletzten Minute zum 0:3 genutzt. Aber zu diesem Zeitpunkt stand längst fest, dass die SSVg auch ihr drittes Heimspiel verlieren wird. Kommenden Sonntag geht es zum SC Radevormwald, dem Vorletzten, der auch noch nicht gewonnen hat.

SSVg Heiligenhaus: Kazkurt (46. Malkoc) - Nwakuna, Amezigar (70. Tekin), Top, Klein, Boensich, Asrihi, Derbeder, Es-Sassi (70. Yilderim), Bülbül, Kilic. Tore: 0:1 Hünninghaus (9.), 0:2 und 0:3 beide Krüher (42. mit Elfmeter/ 89.).

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