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Sportkegeln: Sportkegler sind bereit für die Play-offs

Sportkegeln : Sportkegler sind bereit für die Play-offs

Der Heiligenhauser Bundesligist gewinnt 2:1 gegen Meister Riol und geht als Tabellenzweiter mit einer guten Ausgangslage in die Meisterrunde.

Trotz eines ärgerlichen Punktverlustes am letzten Spieltag der regulären Bundesligasaison blicken die Heiligenhauser auf eine gelungene Spielzeit zurück. Noch nie gelang es der Mannschaft vom Heljens Bad, die Saison als Tabellenzweiter zu beenden. Somit hat sich die Mannschaft um Kapitän Marcel Grote in eine aussichtsreiche Ausgangsposition für die anstehende Meisterrunde gebracht.

Rekordmeister KF Oberthal konnte nicht mehr abgefangen werden, was angesichts des großen Umbruchs vor circa einem halben Jahr und des neuen Personals auch nicht verwunderlich ist: „Wir haben immer betont, dass die neuen Jungs unsere Qualität natürlich deutlich anheben, aber auf keinen Fall dazu führen, dass wir die Liga in Grund und Boden spielen“, betont das Heiligenhauser Urgestein. „Zudem sind wir personell nicht vom Glück verfolgt gewesen – Top-Spieler wie Kerim Demirbag und Holger Parassini verpassten fünf, Holger sogar neun Spiele. Die Jungs haben uns extrem gefehlt.“

So auch am 18. Spieltag gegen den amtierenden Deutschen Meister KSV Riol. Das Spiel begann vielversprechend. André Laukmann zeigte einmal mehr, warum er seit Jahren als der Top-Spieler gilt. Mit 916 Holz erzielte er nicht nur die Tagesbestleistung – vielmehr festigte er seinen ersten Platz der Einzel-Rangliste, in der er überragende 10,39 Einzelwertungen und eine Holzzahl von 909,61 im Schnitt über alle18 Spieltage holte. „Man kann André wirklich nicht genug loben – er ist nie zufrieden, arbeitet jede Woche hart an sich. Seine Präsenz schindet bei allen Gegner mächtig Eindruck – seine Leistungen müssen uns durch jedes Spiel tragen“, lobt Grote den mehrfachen Welt- und Europameister.

Der Kapitän selbst erzielte mit 893 Holz ebenfalls eine gute Zahl, so dass Riol gleich mit 145 Holz distanziert wurde. In der Regel ist das Spiel nach solch einem Start meistens entschieden – was dann folgte hat man in dieser Saison so noch nicht erlebt. Robin Holler (797) und Dirk Albertz (806) fanden gar nicht ins Spiel und holten die Gäste aus dem Mosel-Ort überflüssigerweise wieder ins Spiel. Da auch Alexander Ratzko im letzten Block auf nur 822 Holz kam, war der Zusatzpunkt weg – zu viele Rioler könnten die drei schwachen Heiligenhauser Zahlen überspielen. Daran konnte auch Marcel Schneimann mit seinen 884 Holz nichts mehr ändern. Das Spiel endete 5118:4945, 45:33 in der Einzelwertung und somit 2:1 zu Gunsten der Red Lions.

An der Tabellensituation hat dieser Punktverlust ohnehin nichts mehr geändert. Oberthal geht von der Pole Position in die Meisterrunde. Heiligenhaus, Riol und Düsseldorf folgen und werden versuchen, die Play-offs so lange wie möglich offen zu gestalten.

Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft beginnt am 16. Februar beim KSV Riol (12 Uhr). Es folgt der Doppelspieltag am 23. Februar in Düsseldorf (12 Uhr) und am 24. in Heiligenhaus (10 Uhr), bevor das große Finale am 09. März in Oberthal (12 Uhr) steigt. „Positiv am schwachen Spiel gegen Riol ist, dass wir trotz drei schlechter Zahlen immer noch mit fast 200 Holz gewinnen konnten. Das zeigt, dass sich auswärtige Mannschaften nicht unbedingt leicht bei uns tun. Dennoch müssen wir einfach wieder geschlossener auftreten, um im Kampf um die Meisterschaft ein Wörtchen mitreden zu können“, weiß der Heiligenhauser Kapitän. Ob Parassini nach seiner Knieverletzung fit wird, wird der MRT-Befund in dieser Woche zeigen. Dass Kerim Demirbag für die Play-offs zur Verfügung steht ist hingegen sehr wahrscheinlich.